Queer - Impulse

So leb Dein Leben, wir haben nur das eine ?!?



Theo & Hugo

Oh, was für ein Film! Seit ich ihn sehen durfte, geht er mir nicht mehr aus dem Sinn. Der schön­s‍te Paris-Film seit Jahren, gleichsam eine Reminiszenz an Agnès Varda und Jacques Rivette.

Ein Darkroom irgendwo in Paris. Eine Sexparty. Inmitten der verschwitzt-zuckenden Leiber treffen Théo (Couët) und Hugo (Nambot) aufeinander. Beide stecken in anderen Partnern, als ihre Blicke einander kreuzen. Als ihre Lippen sich berühren, flirrt die Luft, wird die Begegnung magisch. In ihrem Verlangen nacheinander verlieren sie alle Hemmungen.

Kurz darauf zieht es sie gemeinsam nach draußen. Ein früher Sommermorgen, die Straßen der Stadt sind leergefegt. Nun kommen die beiden sich auch im Gespräch näher und geben sich einem gemeinsamen Traum hin, der jedoch unversehens durch eine Realität bombardiert wird, der sie sich gemeinsam stellen müssen. Am Ende der Nacht müssen sich die beiden Männer entscheiden, ob sie sich kennen­lernen oder es besser sein lassen wollen…

Jedes weitere Wort zur Handlung wäre zu viel. Im Grunde genommen ist sie auch sekundär. Die feinfühlige Art, mit der Duca­s‍tel und Martineau uns Zuschauer in die aufblühende Verliebtheit und Verunsicherung der beiden Männer einbeziehen, ist das, was »Théo et Hugo dans le même bateau« so besonders macht.

Das Ganze spielt in Echtzeit, und die weichen Kamerafahrten durch das atemberaubend schöne Paris bei Nacht sind an und für sich schon eine Augenweide. Gedreht wurde im August 2015. Duca­s‍tel und Martineau hatten ihre Hauptdar­s‍teller über Facebook gesucht und gefunden. Abgesehen davon, daß sie keine Scham haben durften, war es evident, daß es zwischen den beiden »funkt« — das war ausschlaggebend für das ganze Vorhaben.

Couët ist ein Schauspieler, der jede emotionale Achterbahnfahrt authentisch zu vermitteln weiß, während sein Kollege Nambot seinen umwerfenden Charme sprühen läßt. Beide Akteure wurden, wie die Filmemacher auch, weltweit für ihre Arbeit mit Lob überschüttet. Premiere feierte der Streifen ausgerechnet in Berlin, und zwar während der Berlinale, wo er auch gleich einen Teddy gewann.


Was an dem Film das Faszinierend­s‍te ist,ist daß er in Echtzeit gedreht wurde.
Die expliziten relativ langen Sexszenen am Anfang, sind allerdings nichts für zarte Gemüter, die sich unter dem Film eine Romanze vorge­s‍tellt haben.

Man kann sich allerdings, wenn man die Produktinfo durchliest, vor­s‍tellen, daß es in dem Film zumindest anfangs ordentlich zur Sache geht. Da diese Szenen recht ästhetisch gefilmt wurden, tun sie dem Film keinen Abbruch.

Ein durch und durch interessanter und packender Film !

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Der Ornithologe (OmU)

Auf der Suche nach einer seltenen Storchenart ist der Ornithologe Fernando mit seinem Kajak auf einem Fluß im Norden Portugals unterwegs. Über sein Handy hält er Kontakt zu seinem Partner Sérgio, doch die Gegend ist so abgelegen, daß die Verbindung immer wieder abbricht.

Überwältigt von der Schönheit der Natur, gerät Fernando in eine Stromschnelle, kentert und verliert das Bewußtsein. Als er wieder erwacht, haben ihn zwei chinesische Pilgerinnen aus dem Wasser gezogen, die ganz eigene, bizarre Pläne mit ihm haben. Fernando muß sich vor seinen Helferinnen retten und alleine durch den dichten Wald kämpfen, vorbei an my­s‍teriösen Hindernissen und erotischen Begegnungen. Der Weg führt ihn an seine körperlichen und geistigen Grenzen. Wie durch ein Wunder wird er am Ende ein anderer Mann sein.

„Fanta­s‍tischer, schöner und hinreißender ist wohl noch keiner vom Weg abgekommen, um sich neu zu finden.“ (Spex)

„Was ist richtig und falsch, natürlich und künstlich, normal und pervers? Hier ist nichts mehr sicher, aber alles möglich.“ (Spiegel Online)

„Ein betörender Traum!“ (Der Tagesspiegel)


„Wie immer verbindet João Pedro Rodrigues eine christliche Ikonographie mit einer queeren Transformation der Körper: eine Apologie des Werdens, nicht der Identität.“ (Süddeutsche Zeitung)

Bonusmaterial:
Interview mit dem Regisseur und Drehbuchautor; Booklet; Kinotrailer;

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KEPT BOY (OmU)

Pünktlich zu Dennis' 30. Geburtstag hat sein Sugar Daddy ihm die Worte gesagt, die kein ''Toy Boy'' jemals hören möchte: ''Such dir einen Job!''. Innenausstatter und Reality-Show-Star Farleigh Knock hat ein wahres Händchen dafür, sein Zuhause nur mit den schön­s‍ten Dingen zu schmücken - so wie mit dem bildhübschen Adonis Dennis. Als Farleigh Dennis das zuvor undenkbare Ultimatum stellt, sich Arbeit zu suchen, wird Dennis vom ''Luxus-Spielzeug'' zum Wegwerf-Produkt. Könnten vielleicht erotische Abenteuer mit anderen Männern Dennis aus seiner verzwickten Lage helfen? Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert - oder zwei, oder drei...

Regisseur George Bamber zeigt mit dieser rabenschwarzen Komödie, daß das Leben mit einem Sugar Daddy bittersüß ist. ''Kept Boy'' basiert auf einem Buch von Robert Rodi, der für seine Satiren über queere Archetypen bekannt ist. Bamber und seine Dar­s‍teller interpretieren Rodis wendungsreiche und urkomische Geschichte auf eine erfrischend glaubwürdige Art und Weise.

Indem Bamber das Ultimatum ''Such dir einen Job - oder verschwinde!'' genauer betrachtet, führt der Regisseur dem Zuschauer den untrennbaren Zusammenhang zwischen Liebe und Abhängigkeit vor Augen. In einer Welt mit etablierter Homo-Ehe, in der nur noch Fragmente sexueller Sitten einer Minderheitenkultur exi­s‍tieren, werden Hetero- und Homosexuelle angehalten, zu hinterfragen, was die Bedeutung von Liebe ist und wie man diese am Leben erhält.

Meine Rezession:

Ein Film mit viel Spannung und tiefe. Besonders Jon Paul Phillips Überzeugt mit einer großen Schauspielirischen Leistung und dazu war er mir als Schauspieler völlig unbekannt. Solide  Geschichte, gut Umgesetzt. Besonders interessant, was man aus Liebe alles tut und wie weit die Selbstaufgabe gehen kann.

Absolut sehenswert.

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Schwulen-Biopic "Tom of Finland"Geil geht anders

Schnauzbärtige Männer mit schwellenden Schwänzen: Mit solchen Zeichnungen wurde Tom of Finland bekannt. Die Filmbiografie macht aus dem Undergroundkünstler einen Nationalhelden. Und ausgerechnet Sex fehlt.

"Schwänze wie Baseball-Schläger, Ärsche wie Bowlingkugeln!" So versuchte ein Journalist Anfang der 1990er einmal, seinen Lesern die pornografischen Männerzeichnungen von Tom of Finland zu erklären, auf denen dauergeile schnauzbärtige Super-Männer ihresgleichen klarmachten.

Es dauerte allerdings nur noch wenige Jahre, bis der Taschen-Verlag das erste Coffeetable-Book mit Tom-Zeichnungen herausgab. Und wie das so ist mit schwuler Underground-Kunst, die in die Popkultur Eingang findet, bleiben am Ende auch die nationalen Umarmungen nicht aus: Finland ist heute stolz auf Touko Laaksonen, dem Mann hinter dem Pseudonym.

Oscar-Rennen um den besten fremdsprachigen Film

Tom-of-Finland-Zeichnungen prägten schon finnische Briefmarken, und nun, im hundertsten Jahr der finnischen Unabhängigkeit, wirbt das Kulturministerium mit der "Tom of Finland Experience" und hat ein Bio-Pic über Laaksonen initiiert, das sie aktuell auch ins Oscar-Rennen um den besten fremdsprachigen Film schickt.

Um das nochmal klarzustellen: wir reden hier über Bilder von hypermaskulinen, gerne auch uniformierten, Männern mit überdimensionalen primären und sekundären Geschlechtsorganen, welche sich überdeutlich in viel zu enger Kleidung abzeichnen.

Laaksonen, ein Werbegrafiker, hatte diese unter schwierigen Bedingungen (Homosexualität war in Finnland bis 1971 illegal) erst für die eigene Schublade, später für das fragile Netzwerk Gleichgesinnter im Nachkriegs-Helsinki produziert, bevor US-amerikanische Pornoproduzenten auf die drastischen Zeichnungen aufmerksam wurden und in ihnen prototypisches Bildmaterial für die neue stolze schwule Männlichkeit der Gay Liberation ausmachten. Ein "Vorkämpfer für Freiheit und Akzeptanz", so ist nun die offizielle finnische Lesart der Verdienste Laaksonens. Und so wird aus dem schwulen Pornografen ein Nationalheld. Und "Tom of Finland" zeigt, wie es dazu kam.(Foto-deadline)

Nachts cruist er mit Hut und Trenchcoat

Pekka Strang spielt den Künstler als widerspenstigen, charmant kauzigen Aufrechten, der nach dem Zweiten Weltkrieg ins miefige Helsinki zurückkehrt, sein Schwulsein dort verheimlichen und seine erotischen Zeichnungen verstecken muss. In seiner Werbeagentur hat er Erfolg, er drapiert Hetero-Paare so für die Kamera, dass man ihnen den Sex der letzten Nacht ansieht. Nachts cruist er mit Hut und Trenchcoat unter den Augen der Sittenpolizei im Stadtpark. Ein tristes, unterdrücktes Leben - und die Regie hat dafür die übliche braune Farbpalette des Period-Pic-Qualitätskinos im Angebot: gelbes Licht, dunkle Zimmer, neblige Straßen, und niemals scheint die Sonne.

Kein Wunder, dass man sich eine knalligere bessere Welt zeichnet. Laaksonens Skizzen kommen hin und wieder ins Bild, ohne dass sie einen genauen Blick wert scheinen. Darauf sind keine griechischen Statuen und auch keine zarten Jünglingskörper zu sehen, sondern erigierte, schwellende, comichafte überzeichnete Superhelden, unzweideutig, in your face, ein Bruch mit der bisherigen homoerotischen Bildtradition.

"Tom of Finland": Pornograf als Nationalheld

Dass die unwahrscheinlichen Körperformen der Tom-Figuren später tatsächlich Männer dazu brachten, ihren Körper nach diesem Vorbild zu modellieren, führt zur schönsten Pointe des Films. Laaksonen wird in die USA eingeladen, wo seine Zeichnungen in Bodybuilding-Magazinen erscheinen, und der Film springt endlich aus dem sepiabraunen Helsinki ins sonnige Kalifornien, wo Laaksonen auf Hunderte von schwulen Jungs trifft, die so aussehen wie von ihm gezeichnet.

Seine privaten Obsessionen sind zu Anleitungen zum schwulen Selbstbewusstsein geworden und schaffen es bis in die Garderoben von Village People und Freddie Mercury. Sie überleben auch Aids, trotz der damit einher gehenden neuen Diskriminierung von schwulem Sex, und sind bis heute präsent. Soweit, so Heldenerzählung. Aber erwartet man nicht von einem Film, bei dem "Tom of Finland" draufsteht, etwas Aufregenderes, Unverschämteres?

Gleichwertigkeit von phallischer und analer Lust

Es gibt keinen Sex in diesem Film. Das ist ungefähr so merkwürdig wie ein Franz-Marc-Biopic ohne Stiere oder ein Yves-Klein-Biopic ohne Blau. Der Film erzählt uns ganz klassisch von Laaksonens quasi-eheähnlicher Beziehung zu einem Tänzer.

Die ziemlich spezifische Sexyness seiner Zeichnungen besteht aber gerade nicht in der schwulen Variation bürgerlicher Rollen und Geschlechterbilder, sondern in der Gleichwertigkeit von phallischer und analer Lust (wer hier wen fickt, entscheidet sich nach Lust und Laune) und in der grellen Überbetonung von Maskulinität, die - Achtung Genderforschung! - ziemlich deutlich auf die Performativität von Geschlechterrollen überhaupt verweist.(Foto-allcozine)

Tom-Männer sind männliche Drag-Kings. Eine Ahnung davon vermittelt der Film nur, wenn er die Konfrontation Laaksonens mit einem schikanierenden deutschen Polizisten mit Bildern kombiniert, in denen der Zeichner gerade eine erigierte männliche Brustwarze schraffiert - hier wird der geschlossene soldatische Körper auf subversive Weise zur erogenen Zone.

Laaksonens besonderen Fetisch für Nazi-Soldaten und die entsprechenden Symbole verschweigt uns der Film, wohl, weil er ihn durch eingestreute Kriegserinnerungen als Nationalhelden zeigen will, der seine verängstigten Soldaten mit dem Anstimmen eines finnischen Volkslieds für das nächste Gefecht einschwört. Den Kampf gegen Diskriminierung mit dem Kampf für das Vaterland gleichzusetzen, ist völlig absurd.

Wie witzig die Idee auch sein mag, dass Finnland seine Unabhängigkeitsfeiern mit Bildern von Schwänzen und Ärschen bebildert: der Sprengkraft der Kunst von Tom of Finland wird dabei kräftig der Zahn gezogen. (Von Jan Künemund-spiegel.online.)

"Tom of Finland" mag hübsch aussehen - geil ist er nicht.



TV-Kritik "So auf Erden": Nahe am Totalausfall

(von Ulrich Feld-Frankfurter Neue Presse )Das Drama um einen freikirchlichen Prediger mit verbotenen Neigungen überzeugt nur durch drei sehr gute Schauspieler.

Geistliche und ihre verdrängte Sexualität: Das Thema ist uralt und half einst sogar mit, die Schauerliteratur zu begründen: hier der göttliche Auftrag, da die irdischen Begierden. Mit anderen Worten, Logos gegen Eros. Späte­s‍tens der Engländer Matthew G. Lewis hat es in seinem Buch "Der Mönch" erstmals verarbeitet, Victor Hugo in "Der Glöckner von Notre Dame" zu neuen Höhen geführt. Noch wirkungsvoller zeigt sich die Variante, wenn sich die Lust eines Klerikers auf das eigene Geschlecht und damit gänzlich ins religiös Verbotene richtet.(Foto-SWR)

Sendung verpaßt? Hier geht es zur Mediathek!
 
So bei Johannes Klare (Edgar Selge), Pastor und charismatischer Prediger einer freikirchlichen Gemeinde in Stuttgart, seiner geistlichen Berufung ebenso treu ergeben wie seiner Frau Lydia (Franziska Walser, die auch in Wirklichkeit mit Selge verheiratet ist). Die Begegnung mit Simon (Jannis Niewöhner), einem drogenabhängigen Musiker, verändert sein Leben nachhaltig. Zuerst wollen er und seine Frau Simon nur von dessen Drogenabhängigkeit heilen. Dann entdecken sie, daß Simon homosexuell ist.

Die eigentliche Geschichte beginnt viel zu spät

Diese Entdeckung wirft besonders  Johannes nachdrücklich aus der Bahn. Simon weckt Wünsche in ihm, denen er trotz aller Gebete nicht wider­s‍tehen kann. Bis dahin erscheint der Film eher als konventionelles Pfarrer- oder Helferdrama, das nur durch den freikirchlichen Hintergrund eine gewisse Originalität erhält. Es geht vor allem um den Bau eines Zentrums und Geld, das ein Angehöriger der Gemeinde unterschlagen hat. Und um Simons Entzug und sein ge­s‍törtes Verhältnis zu seinem Vater.
 
Der Zuschauer steht deswegen ein wenig ratlos vor dem ziemlich unvermittelten Handlungsschub, den die Geschichte durch eine bei aller Zurückhaltung sehr intimen Begegnung zwischen Johannes und Simon bekommt. Zuvor deutet an Johannes nur wenig darauf hin: kaum ver­s‍tohlene Blicke, keine nächtlichen wollü­s‍tigen Träume. Es zeigt sich als ein wesentlicher Schwachpunkt des Films, daß er sein eigentliches Thema erst nach der er­s‍ten Hälfte seiner Laufzeit wirklich zur Sprache bringt.
 
Vergebung ohne echten Konflikt
 
Und was danach kommt, ist be­s‍tenfalls halbwegs passabel: Johannes muß sich nicht nur mit seiner Frau – der er seinen schwulen Seitensprung umgehend beichtet -  sondern auch mit seiner Gemeinde auseinandersetzen. So richtig befriedigen kann das allerdings nicht. Die Geschichte eiert eher unschlüssig um das Thema herum, als hätten Drehbuch und Regie ähnlich ihrer Hauptfigur nicht wirklich gewußt, wie sie diese Konflikte verarbeiten sollen.
 
So ergibt sich etwa eine Exorzismus-Szene, die Johannes aber aus eigenem Antrieb wieder abbricht. Einerseits ist da etwas in Johannes, vor dem er nicht länger weglaufen will: Das klingt, als würde er sich nicht nur von seiner Funktion als Prediger, sondern auch von seiner Frau trennen und künftig schwul leben wollen. Andererseits ist dann viel von Verzeihung und Vergebung die Rede, ohne daß sich Johannes und Lydia je darüber au­s‍tauschen, wie er sich den Umgang mit seiner Homosexualität künftig vor­s‍tellt.

Kernthema sträflich vernachlässigt

Schließlich geht es in diesem Fall um weit mehr als nur einen Fehltritt und die damit verbundene Kränkung des Partners:  War nicht sein ganzes bisheriges Leben samt seiner Ehe eine gewaltige Selbsttäuschung? Ist er nun schwul oder steht er auf beide Geschlechter? Wie kann Lydia überhaupt damit umgehen, daß sie von ihrem Mann möglicherweise nie wirklich begehrt worden ist? Statt sich aber wirklich auf seine Hauptfigur einzulassen, verplempert der Film viel Zeit mit Diskussionen über Kinds- und Erwachsenentaufe samt Taufszene gegen Ende, was überhaupt nicht interessiert.(Foto-SWR)
 
Edgar Selge, Franziska Walzer und Jannis Niewöhner können mit bemerkenswertem schauspielerischem Einsatz im richtigen Moment die erheblichen inhaltlichen Mängel des Films ein wenig ausgleichen. Als Drama um einen Homosexuellen, der seine Neigung nicht länger verdrängen will, kommt "So auf Erden" aber trotz einiger guter Szenen nicht annähernd an "Schrei nach Liebe" mit Jürgen Prochnow heran. Und dieser Film ist schon fast zwanzig Jahre alt.


Kater

Andreas und Stefan haben ein glückliches Leben voller Leidenschaft: Gemeinsam mit ihrem geliebten Kater Moses bewohnen sie ein schönes altes Haus in den Weinbergen von Wien, sie arbeiten als Musiker und Disponent in demselben Orche­s‍ter. Die Leidenschaft für die Musik, der große Kollegen- und Freundeskreis und ihr pelziger Gefährte prägen den Alltag der beiden Männer.

Doch eines Morgens erschüttert ein unvorhergesehener Gewaltausbruch Stefans die harmonische Beziehung der beiden. Skepsis und Entfremdung be­s‍timmen von diesem Zeitpunkt an den Beziehungsalltag und stellen eine nur schwer überwindbare Hürde dar. Während Stefan den Boden unter den Füßen verliert, ringt Andreas weiter mit seinem Mißtrauen und um seine Liebe zu Stefan.

Nach seinem preisgekrönten Debütfilm März inszeniert Händl Klaus in seinem zweiten Werk die Vertreibung zweier Liebender aus dem Paradies. Mit viel Feingefühl für die männliche Seele und den blinden Fleck, den wir in uns tragen, erzählt diese musisch-poetische Ballade von der Fragilität der Liebe. Die Dar­s‍teller Philipp Hochmair und Lukas Turtur sind zwei Theatertiere, die mit ihrem naturali­s‍tischen Schauspiel zu beeindrucken wissen. KATER hat den TEDDY AWARD bei der Berlinale 2016 als be­s‍ter Spielfilm gewonnen.

Bonusmaterial:
Fotogalerie; Trailer; Deleted Scenes; Interviews; Stills;

Meine Rezession:

Ich hatte nicht erwartet, daß der Film so heftig sein würde, emotional so heftig. Also wenn es einem vielleicht gerade nicht so gut­geht, sollte man ihn eher nicht anschauen. Der Film war tagelang in meinen Gedanken und ich habe ihn auch noch ein zweites Mal angesehen.

Die Atmosphäre ist geprägt von Entfremdung und der Unfähigkeit, Nähe zuzulassen, zumindest des einen Partners. Man wünscht den beiden aber so sehr, daß alles wieder gut wird.

Die beiden Hauptdar­s‍teller Lukas Turtur und Philipp Hochmair spielen einfach großartig, was heißt spielen, sie sind einfach dieses Paar. Sehr beeindruckend. Dem Kater wird auch viel Raum gegeben, oft wird nur er alleine beobachtet.

Alles in allem ein sehr emotionaler und mitreißender Film.

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BWOY - Der Junge aus Kingston

Brad O'Connor (''Rent''-Star Anthony Rapp) arbeitet bei einer nervigen Telefonhotline und hat vor kurzem seinen Sohn verloren. Auf der Suche nach Trost meldet sich der verkappte Ehemann bei einer schwulen Dating-Seite an, gibt sich als Daddy-Typ aus und loggt sich in sicherer Entfernung ein. Der sexy Jamaicaner Yenny (Jimmy Brooks), der nur halb so alt ist, verwickelt Brad in einen lebhaften und äußerst verführerischen Chat. Durch seine direkte und charmante Art wird Yenny schnell unentbehrlich in Brads täglichem Leben.

Indie-Filmemacher John G. Young (''Wasser und Blut'', ''Parallel Sons'') hat sich der großen, reali­s‍tischen Fragen des Internetzeitalters angenommen: wie sehr kann man der Selbstdar­s‍tellung im Netz und wie sehr seinen eigenen virtuellen Gefühlen glauben? Der kammerspielartige Videochat der beiden Protagoni­s‍ten entwickelt mit seiner perfekt aufgebauten Spannung und einigen Wendungen einen berauschenden emotionalen Sog.

EXTRAS: Q&A (OF, ca. 34 Min.), Original Trailer, Deutscher Trailer, Filmvorschau, Wendecover ohne FSK-Logo

Auszeichnungen / Fe­s‍tivalteilnahmen (Auswahl):
- Reeling: The Chicago LGBTQ+ International Filmfe­s‍tival

Bonusmaterial:
Post Screening (OF ca. 34 Min.); Originaltrailer; Filmvorschau;

Rezension

Geht unter die Haut. --LA Weekly

Emotional paralysierend. --Chicago Tribune

Geradezu in Hitchcock'scher Manier. Metro Weekly

Ezählt mit kraftvoller Einfachheit... The Hollywood Reporter

Ein ungemein sensibler Blick auf Liebe, Verlust und Einsamkeit. Los Angeles Times

Wunderschön geschrieben und Regie geführt... Amy Taubin - filmcomment.com

Behandelt einfühlsam das Zusammenspiel von Herkunft, Gesellschaftsschicht und Sexualität. Washington Blade

Ungewöhnlich in der Form, ist dies ein packender Film, der bis zu seinem dramatischen Showdown zunehmend Spannung aufbaut. Siegessäule

Als provokanter, erotisch und angrenzend pornographisch orientierter Spielfilm, vermag es BWOY in mehrerer Hinsicht, eine packende Spannung aufzubauen. Erotisches Queer-Kino der ansprechend irritierenden Art. kino-zeit.de

Im Zeitalter der Partnersuche im Internet ein unglaublich nah an der Wahrheit eingefangenes Werk. Ein Thriller, der unter die Haut geht! omegabetazeta.de

Ein stetig schwelender Thriller... --The Chicago Reader

"Bwoy" is the kind of drama that seduces as subtly and as effectively as the Jamaican character Yenny does. I find it significant that the affair happens solely on the Internet and in the mind of a closeted gay man who's mourning the loß of his son and the emotional breakdown of his marriage to a woman. What irks me is the improbability that a man would abandon his job, his employment and his identity all for the sake of the visions an Internet siren conjured.

Yet in these days when virtual reality is often preferred to dealing with the world in real time, "Bwoy" is believeable. Sadly, also likely is the disillusionment that can come as a result of inve­s‍ting too much in Internet images at the expense of reality.

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Warum „ Moonligt „ einer der wichtigsten schwulen Filme ist!

Das Drama von Barry Jenkins hat den Oscar als bester Spielfilm zu Recht gewonnen. Kriß Rudolph über die berührende Geschichte des jungen Schwarzen Chiron aus einem Armenviertel von Miami Beach.

Nun endlich fürs Heimkino erhältlich.

Barry Jenkins zelebriert die Vielschichtigkeit schwarzer Kultur und Lebensweise. Mit seinem meisterhaft emphatischen Film - als Musikstück wäre er ein Blues - öffnet er den Blick des Zuschauers für Seelendramen. – Spiegel online.

Ich bin etwas, was du nicht siehst

Kein weißer Mensch kann in die Schuhe einer Person of Color schlüpfen, und kein weißer Mensch wird je erfahren, wie es sich anfühlt, schwarz zu sein. Was dennoch bleibt, um den Schmerz der Unsichtbarkeit ver­s‍tehen zu lernen: hinsehen und zuhören. - Zeit online.

Schwarz und schwul

Egal welchen Hintergrund wir als Zuschauer haben, wir blicken nicht einfach nur auf ein uns fremdes Leben, sondern wir identifizieren uns. Wir spüren Chirons Einsamkeit, sein Suchen nach Halt und erfahren unmittelbar, was es heißt, seine Homosexualität zu entdecken – in einem Umfeld, in dem Schwulsein tabu ist.- Fluter

Its story may be sprinkled with drug dealers and addicts. But its message is clear: The world is richer and deeper and more complex than we ever imagined, and even its most troubled characters — just like us — are looking for love.-  The Hollywood Reporter

"Moonlight" is an Essential Work of Art for the Current Political Moment

Barry Jenkins and Tarrell Alvin McCraney have made a very human film during a very scary time. This is the purpose of art. This is healing. – bitsch.media

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Verbotene Liebe Triologie „ The Falls „ jetzt als DVD-Box

Alle drei Filme über die komplizierte Liebe zwischen den beiden schwulen Mormonen RJ Smith und Chris Merrill sind jetzt in einer Box erhältlich

Vorneweg: Insgesamt ist es eine sehr gelungene Trilogie.

RJ' (Elder Smith) möchte seiner Kirche dienen und 2 Jahre seines noch jungen Lebens für die Mission opfern. Doch er darf nicht in die unbekannte Ferne ziehen, sondern bleibt im eigenen Land, nur etwa 6 Zug­s‍tunden von zuhause entfernt. Er teilt fortan sein Zimmer mit dem etwa gleichalten und nicht weniger attraktivem Chris (Elder Merrill). Gemeinsam ziehen sie los, um neue Mitglieder für ihre Kirche zu werben.... mit mäßigem Erfolg. Chris beginnt an ihrer Berufung zu zweifeln und zieht sich in sich zurück. RJ sorgt sich um ihn, aber mehr als nur in 'geschwisterlicher' Verbundenheit. Es ist ein zögerliches Abtasten, bis sie sich ihre wahren Gefühle gegenseitig offenbaren. Dann ist es, als ob ein Damm gebrochen wäre und sie vernachlässigen zunehmend ihren Dienst, bis sie von einem Mitbruder nackt im Bett erwischt werden....

Am Anfang des Filmes dachte ich - das wird nichts. Die Missionsarbeit wird sehr ausführlich, fast langatmig geschildert. Auch wirken die Hauptdarsteller auf den ersten Blick nicht besonders attraktiv und ich konnte mir nur schwer vorstellen, dass sie überzeugend als Paar agieren.
Aber dann bricht die Geschichte auf und entfaltet ihr Potential. Nick Ferrucci und Benjamin Farmer beeindrucken als verliebtes Paar, Brian Allard überzeugt in einer umwerfenden Nebenrolle.
Der Film ist weniger spritzig als „Latter days“. Er setzt auch weniger auf optische Reize (damit meine ich nicht nur den Körpereinsatz der Hauptdarsteller), aber er schleicht sich leise und mit Macht ins Herz.

Die vorliegenden Filme hat zwar das gleiche Grundthema wie "Latter days", aber zu einer ziemlich anders gelagerten Ausführung gefunden. Sie ist ruhiger und dennoch intensiv, weniger romantisch, aber ein großes Stück glaubwürdiger umgesetzt; für mich insgesamt überzeugender als "Latter days", den ich aber ebenso auf seine Art für sehr gelungen halte. Hier betrifft die Liebeswallung ja auch zwei junge männliche Mitglieder der Mormonenkirche, die ihre gleichgeschlechtliche Veranlagung und Verliebtheit entdecken und trotzdem an ihrer Glaubensansicht festhalten wollen. Nur die Gemeinschaft spielt dabei nicht mit. Schön ist auch das doch recht offen gehaltene Ende.
In wie weit das gemeinsame Kiffen mit dem Ex-Irak-Veteranen als realistisch zu beurteilen ist, mag dahin gestellt sein. Für eine zusätzliche humoristische Aufwertung sorgt es auf jeden Fall.

Nick Ferrucci und Ben Farmer in den Hauptrollen sind für mich beide wirklich eine erfreuliche Entdeckung, die überaus überzeugend herüberkommen. Von ihnen würde ich gerne bald schon mehr sehen wollen.

Es gibt sehr schöne Szenen, ein ergreifendes Telefonat des jungen Ryan - ein Nebenhandlungsstrang, der ein wenig Teil 1 von The Falls widerspiegelt. Das Ende ist sehr schön und so kann ich jetzt nach Teil drei auch ganz wunderbar mit der Geschichte abschließen und bleibe ein bisschen glücklicher zurück ...

Durchhalten, wenn der Film am Anfang zu kühl und distanziert rüberkommt. Das ist durchaus gewollt. In der "The Falls"-Box sind alle drei Filme enthalten: „ The Falls-Liebe kann nicht Sünde sein, The Falls 2 – Zeugnis der Liebe sowie, The Falls 3 Bund der Gnade.. Mehr zu den Filmen auch wenn Du die Bilder anklickst.




EINEN FREUND ZUM GEBURTSTAG (OmU)


Als Sohn eines evangelikalen Pfarrers wächst man von vornherein unter ganz anderen Bedingungen auf, als die mei­s‍ten anderen Menschen. Auch Henry Gamble (Cole Doman) wurde in einen christlichen Haushalt hineingeboren und ist von daher Zeit seines Lebens von Religion umgeben.

Aber zu seinem 17. Geburtstag soll das ausnahmsweise mal kein Thema sein. Stattdessen will Henry eine richtig große Sause feiern! Und dazu hat er seine Freunde zu einer ordentlichen Party am und vor allem im Swimmingpool eingeladen. Ohne ein paar andere Erwachsene aus der Schule und der Gemeinde geht es wohl aber nicht. Es wird jedenfalls angeregt geredet und auch kleineren Sünden wird nachgegangen. Doch je später der Abend wird, de­s‍to mehr offenbaren sich heimliche Gefühle in Henry, die er für einen anderen Jungen hegt…


''Zum Geburtstag ein Freund'' ist ein Ensemblefilm in perfekter Manier von Robert Altman. Regisseur und Autor Stephen Cone, selbst Pfarrerssohn, verbindet in seinem siebten Spielfilm jugendliches Begehren, erwachsene Anpassung, aufrichtige Religiosität wie auch Doppelmoral zu einem unterhaltsamen Drama über verschiedene Entgleisungen.


Auszeichnungen / Fe­s‍tivalteilnahmen

- ''Be­s‍ter Spielfilm'' - Chicago International Filmfe­s‍tival
- ''Be­s‍ter Spielfilm'' und ''Publikumspreis'' - Sidewalk - Birmingham Filmfe­s‍tival - USA
- Frameline - San Francisco Int. LGBTQ Filmfe­s‍tival
- BAMcinemaFest - New York
- New Orleans Filmfe­s‍tival
- MdFF - Maryland Filmfe­s‍tival
- BFI Flare - London LGBT Filmfe­s‍tival


Rezension

Keine gewöhnliche Geburtstagsparty, sondern eine, die das Leben bei Gä­s‍ten und Gastgebern verändert - emotional und glaubwürdig erzählt. Preisgekrönt! -

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"Mit siebzehn": Nichts ist mehr, wie es war

Der französische Regisseur André Téchiné hat einen bewegenden Liebesfilm gedreht: "Mit siebzehn" erzählt von zwei Heranwachsenden, die ihre Homosexualität entdecken. In einer Hauptrolle: die gewaltige Berglandschaft der Pyrenäen

In seinem neuen Film geht André Téchiné wie ein rasanter Schachspieler vor, der mit einer ungewohnt wilden Eröffnung rasch die einander befehdenden Kräfte freilegt und ein verblüffendes Stellungsspiel getarnter Abneigung und verhüllten Begehrens etabliert. Mit siebzehn  ist ein Taumel, der sich zunächst ganz sachte entwickelt – als Störung, als Straucheln und Stolpern: Damien, der verwöhnte, smarte Klassenbeste, Sohn einer Ärztin und eines in Afrika kämpfenden französischen Offiziers, deklamiert gekonnt und im Ton angeberischen Understatements Rimbaud. Auf dem Weg zurück zur seinem Platz stellt sein Mitschüler Thomas ihm ein Bein. Eine Annäherung, ein erster Kontakt ganz eigener Art. Thomas ist halb algerischer Herkunft, er hat Mühe mit der Schule, zieht sich am liebsten zu den Tieren auf dem entlegenen Bauernhof seiner Adoptiveltern und in die Berge der Pyrenäen zurück.

Von Anfang an gibt sich der Film den Körpern der Heranwachsenden hin. Die Kamera (großartig geführt von Julien Hirsch) ist wie verliebt und geradezu besessen, die Haut, den Atem, die physische Aktion mitzuerleben: wenn Thomas die Schneemassen umarmen will, wenn er sich ins Eiswasser stürzt, sich verliert in seiner unbändigen, überschüssigen Kraft. Damien wiederum trommelt auf einen Sandsack ein, lässt sich bei einem Freund des Vaters, einem ehemaligen Offizier, im Boxen unterweisen, er will sich jenseits seiner Schulintelligenz ganz unmittelbar spüren.

Der eigentlich unbedeutende Vorfall, ein Schülerstreich – Damiens Sturz im Klassenzimmer –, führt zu einer heftigen Eskalation. Die schiere körperliche Auseinandersetzung, eine lauernde und immer ausbruchbereite Gewalt, dominiert jetzt das Bild. Wir werden hineingezogen – und André Téchinés Film lässt uns da keine Wahl – in den Strudel von immer weiter um sich greifenden, zunächst unerklärlichen Gefühlen, welche die beiden Jungen gegeneinander und, zu Beginn noch im Verborgenen, füreinander entwickeln.

Berührung, Rempeln, Schubsen, Schlagen und Treten sind die wechselnden Modi der immer auch spielerischen und narzisstischen Auseinandersetzung der Adoleszenten untereinander.

Eine sehr glaubwürdige Wendung will, dass Damiens Mutter, eine Landärztin, der man sich gerne anvertrauen würde, die problematische Schwangerschaft von Thomas' Mutter rechtzeitig erkennt. Kurzerhand entscheidet sie, dass, weil die Mutter eigener Pflege bedarf, Thomas vorübergehend in ihre Familie aufgenommen werden soll.

Thomas' Leben in seiner neuen Umgebung gestaltet sich, trotz einer von der Ärztin ebenso liebevoll wie konsequent entfalteten Häuslichkeit, schwierig, weil keine wirkliche Beruhigung einkehren kann. Damien spürt, dass er schwul ist, und ebenso verzweifelt wie linkisch sucht er nach dem ersten Abenteuer. Er chattet und findet einen Landwirt, er bittet Thomas, ihn zu dem Alleinlebenden zu fahren, doch schreckt er im Augenblick einer wirklich rührenden Annäherung vor dem entscheidenden Schritt zurück. Ganz nebenbei zeigt Téchiné uns eine aseptische Szene elektronisch gesteuerter Milchgewinnung, aus der jede Sinnlichkeit vertrieben ist. Euter, Messgeräte, Gesichter und geraffte Erklärungen schießen zusammen. Alles Tierische ist hier besiegt.

In einer großen Szene liefern sich die beiden Adoleszenten einen Schlagabtausch, einen unerbittlichen Kampf in Thomas’ Revier in den Bergen. Die Natur ist ein weiterer Protagonist in diesem Film, sie drängt sich auf – und doch ist sie nur eine rasch verwelkende Kulisse für Thomas' kleine Fluchten in den körperlichen Exzess der Selbsterschöpfung. Was fehlt, ist der andere.

Wie ein Tanz, eine großartige Travestie wilder Umarmungen mutet der Zweikampf der beiden Jugendlichen an, der mit einem Sprung ins Eiswasser endet. Und schließlich kumuliert der stets gesucht erotische "Bodycheck" in einer erneuten Annäherung Damiens an Thomas: Nach dem Versuch, den geliebten Wildling zu einem Kuss zu verführen, wird Damien niedergeschlagen und Thomas von der Schule verwiesen.

Ohne moralische Vorbehalte, dem maskierten und offenen Spiel des Begehrens vertrauend, führt Téchiné die Liebenden einander zu. In einer gemeinsamen Vorbereitung auf den Schulstoff Bedürfnis und Begehren lesen die beiden einander Texte von Leibniz und Plato vor: ein Vorspiel, ein letztes Zögern vor dem Akt.

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Dass er einfach Angst vor dem Begehren des andern hatte, gesteht Thomas Damien. Die Woge des Glücks wird gebrochen mit der jäh eintreffenden Nachricht vom Tod des Vaters im afrikanischen Krieg. Selten ist ein militärisches Zeremoniell wie die Bestattung des Gefallenen "mit allen Ehren" so grausam nüchtern dargestellt worden wie in diesem Film.

Nichts ist mehr, wie es war. Thomas überredet die trauernde Ärztin zu einem Ausflug in die Natur. "Du wolltest mir die Berge zeigen", sagt sie, als sie vor einer undurchdringlichen Nebelwand stehen.

So ist der ganze Film ein Ringen zwischen Nähe und Distanz, zwischen der Sehnsucht nach dem anderen und der Schwierigkeit, zu ihm vor- und durchzudringen. Ergreifend ist dabei die lodernde körperliche Intensität, in der diese Heranwachsenden sich selbst und durch den andern erfahren – und in ihrer Hitze bedrängend und überwältigend.

Fast überflüssig zu sagen: Von der ersten bis zur letzten Szene von Mit siebzehn ist das Spiel der Darsteller schlichtweg bewundernswert. Die überraschenden Wechsel zwischen gewaltbetonter Spannung, intimem Einverständnis und Augenblicken bitterer Melancholie, all die Gefühlsnuancen zwischen Sandrine Kiberlain (der Ärztin), Kacey Mottet Klein (Damien) und Corentin Fila (Thomas), machen die Meisterschaft Téchinés spürbar.  

Letztlich führt uns dieser wahrhaft erschütternde Liebesfilm vor Augen, wie schwierig eine éducation sentimentale auch heute noch ist– und wie lohnend, wenn sich am Ende das Begehren entfalten darf.(Zeit-online-von Hanns Zischler)


Kurzfilm in Pixar-Qualität

Wenn dich dein eigenes Herz outet

Der berührende Animationsfilm "In a Heartbeat" erzählt vom ersten Verknalltsein eines schwulen Teenagers. Jetzt anschauen!


Mit diesem neuen Film können sich sicher viele Lesben und Schwule jeden Alters identifizieren: Der animierte Kurzfilm "In a Heartbeat" erzählt die Geschichte eines ungeouteten schwulen Schülers, dessen Herz sich beim Anblick seines Schwarms selbstständig macht. Mit Händen und Füßen wehrt sich der Junge gegen die gleichgeschlechtliche Liebe zu einem Schulkameraden – doch am Ende kommt es zu einem Happy End.

Der absolut berührende Vier-Minuten-Clip, der an eine Produktion der Pixar Studios erinnert, ist eine Abschlussarbeit der beiden Studenten Beth David und Esteban Bravo am Ringling College of Art and Design in Florida.


SEASHORE

Es ist Winter in der südlichsten Region Brasiliens. Zwei junge Männer reisen in eine nahe gelegene Küstenstadt, um Papiere für eine Familien-Erbschaft zu besorgen. Tomaz, der schüchterne aber zugleich forsche Freund, der genau weiß, was er will, und der andere, Martin, verwegen aber zugleich zu cool, um seine Zuneigung für Tomaz offen zu zeigen.


Man merkt, die beiden Jungs kennen sich schon länger, haben sich aber entfremdet. Schritt für Schritt werden wir Zeugen einer intimen Wiederannäherung. Martins Familie reagiert zunächst abweisend auf ihre Anwesenheit. Den Freunden bleibt nichts anderes übrig, als sich langsam wieder aufeinander einzulassen - sei es bei erotischen Computerspielen oder beim Austausch über ihr Leben und ihre Beziehung. Das kalte blaue Meer tobt, doch je länger Martin und Tomaz zusammen sind, umso mehr erkennen sie, dass sie trotz aller Widrigkeiten eine unverfälschte und warme Energie miteinander verbindet. Ein Film über eine Freundschaft und eine ganze Generation, deren sexuelle Präferenzen sehr flexibel sind.

MEIN URTEIL! „Eine Liebe, ein zartes verlangen, die Sehnsucht nach Nähe, körperlicher Vereinigung. Die beiden jungen Männer um kreisen sich, aber bieten sich auch an. Vermeiden aber lange den erlösenden ersten Kuss, der in einer liebevollen körperlichen Vereinigung vollendet wird. Die Hauptdarsteller leben ihre anvertrauten Figuren mit emotionaler Hingabe aus. Einzigartig! Absolut Empfehlenswert.

Mehr zum Film und wo du den Film Leihen , Streamen oder für die DVD Sammlung erwerben kannst, einfach die Bilder anklicken.




Die schwule Antwort auf „Pretty Woman „

Nick Corporons Roadmovie "Retake" über den Mittvierziger Jonathan und den jungen Stricher Brandon gibt es jetzt fürs Heimkino.

Nach einigen Reinfällen scheint der Mittvierziger Jonathan endlich einen Stricher gefunden zu haben, der bereit ist, bei seinem Rollenspiel mitzumachen. Direkt zu Anfang gibt Jonathan ihm den Namen Brandon, und nach der ersten Nacht engagiert er ihn für eine Road Trip Richtung Grand Canyon.

Jonathan benutzt den jüngeren Mann, um die Vergangenheit nachzustellen, und hat sehr konkrete Vorstellungen, wie es abzulaufen hat. Doch Brandon gelingt es, den Spieß immer wieder umzudrehen, schnell verschwimmen die Grenzen zwischen Macht und Unterwerfung und ein gewagtes Spiel beginnt…


Meine Meinung: Ein großartiger und auch bewegender Film, der sich durch eine psychologische Grundspannung auszeichnet. Nur langsam wird offenbart, wieso Jonathan den Sexworker "Brandon" für die Road Trip bucht, und die Wendungen bleiben bis zum Schluss spannend. Sehr gute Schauspieler!


Mehr wenn du die Bilder anklickst



Little Men (OmU)  

Nach dem Tod des Großvaters zieht der 13-jährige Jake mit seinen Eltern von Manhattan nach Brooklyn in das alte Haus des Opas. Dort freundet er sich mit dem gleichaltrigen Tony an, dessen Mutter eine kleine Schneiderei im unteren Stockwerk betreibt. Obwohl die Jungs sehr unterschiedlich sind – Jake ist ruhig und in sich gekehrt, Tony impulsiv und abenteuerlustig – sind die beiden sofort unzertrennlich. Sie streifen gemeinsam durch die Parks der Stadt und träumen davon, später auf die gleiche Kunsthochschule zu gehen. Doch als Jakes Eltern die Ladenmiete für die Schneiderei erhöhen wollen, um sie den Preisen des Viertels anzupassen, kommt es zum Streit mit Tonys Mutter, die es sich schlicht nicht leisten kann, mehr zu zahlen. Der Konflikt der Eltern stellt die Freundschaft zwischen Jake und Tony auf eine harte Probe.

Pressestimmen:
„Ein feinsinniges Familiendrama von enormer Menschlichkeit!“ (The Guardian)
„Ein echtes Juwel – intelligent, komplex, unfassbar traurig und wundervoll gespielt!“ (Variety)
„Ein Film von ungeheurer Zartheit und zutiefst berührend.“ (Cahiers du cinéma)
„Wie ein Nachmittag im Sommer: von flüchtiger Leichtigkeit und voller neuer Möglichkeiten.“ (Slant Magazine)
„Dieser Film ist berührend und voller Leben – ein betörendes Geschenk!“ (Rolling Stone)
„Randvoll mit fabelhaften Schauspielern!“ (The Hollywood Reporter)

Meine Rezession :

Besonderes Lob an die beiden jugendlichen Darsteller, die mit schauspielerischer Überzeugungskraft ihre Rolle in der komplexen Beziehungssituation, auch gerade mit den beteiligten Erwachsenen, brilliant umgesetzt haben. Die Wirkung war für mich absolut authentisch und teilweise sogar, unterstützt durch die meiterhafte Kameraführung emotional unter die Haut gehend. In jeder Hinsicht sehenswert

Mehr zum Film – einfach das Bild anklicken



Sexuelle Experimente mit der queeren Clique

In der Miniserie "Das Nest" sucht ein junger desertierter Soldat seinen verschwundenen Bruder – und findet dabei eine alternative Familie, die ihm Halt gibt.

Der junge Soldat Bruno desertiert von seiner Truppe, um in der brasilianischen Metropole Porto Alegre nach seinem verschollenen Bruder Leo zu suchen, den er jahrelang nicht gesehen hat. Von Leo fehlt scheinbar jede Spur, doch Bruno lernt dessen Freunde kennen: die Barfrau Stella, die Party-Kids Iggy, Ariel und Kin und deren "Generalin", die Club-Besitzerin und Drag Queen Marlene.

Bruno lässt sich immer mehr auf das wilde Treiben der Gang ein, auf sexuelle Experimente und lustvolle Exzesse, aber auch auf die merkwürdige Geborgenheit, die ihm seine neuen Freunde geben. Allmählich beginnt Bruno die Welt mit Leos Augen zu sehen. Dabei ist er seinem Bruder dichter auf den Fersen, als er glaubt.


Filipe Matzembacher und Marcio Reolon sorgten bereits auf der Berlinale 2015 für Aufsehen, wo ihr romantisch-verwegenes Road-Movie "Seashore“ vom Publikum gefeiert wurde.

In ihrer innovativen vierteiligen Mini-Serie „Das Nest „erzählen die beiden jungen brasilianischen Regisseure mit fabelhaft unkonventionellen Laiendarstellern und in kraftvoll leuchtenden Bildern von einer berührenden Brudersuche, die unverhofft zu neuen Freiheiten führt, und vom subversiven Entwurf einer alternativen Familie, die keine Formen der Ausgrenzung mehr kennt.


Eine durch und durch queere Serie, die uns neidvoll auf das brasilianische Fernsehen blicken lässt, wo "Das Nest" vor einer überaus erfolgreichen Festivaltour im Sommer 2016 einem landesweiten Publikum präsentiert wurde. In Deutschland gibt es die Miniserie dank der Edition Salzgeber nun zumindest auf DVD

Ekstase und Einfachheit

Dachdeckerin verführt Modejournalistin

Das sehr sinnliche lesbische Liebesdrama "Below Her Mouth" gibt es jetzt fürs Heimkino.


In Jasmines Leben läuft alles nach Plan: Sie hat einen Traumjob als Moderedakteurin, einen schicken Sportwagen und einen gut aussehenden Verlobten, der einfach alles für sie tut. Doch dann lernt sie eines Nachts in einem Club die androgyne Dallas kennen und alles wird anders. Zuerst entzieht sich Jasmine den eleganten, aber bestimmten Annäherungsversuchen der toughen jungen Frau.



Doch dann bekommt sie Dallas, die so ganz anders ist als sie selbst, nicht mehr aus dem Kopf. Die beiden verfallen in eine hemmungslose Affäre. Als ihr Verlobter dahinterkommt, gerät Jasmines Leben aus den Fugen und sie muss sich eingestehen, wie viel ihr Dallas wirklich bedeutet.

„Below Her Mouth“ ist ein intimer wie ungezügelter Film über den einen Moment, der das ganze Leben verändern kann. Regisseurin April Mullen drehte ihren leidenschaftlichen Liebesfilm mit einer komplett weiblichen Filmcrew und konnte für die Hauptrollen das heiß begehrte schwedische Topmodel Erika Linder und die kanadische Tänzerin Natalie Krill gewinnen.


Film mit einer komplett weiblichen Crew

"'Below Her Mouth' ist ein Film, der Ekstase und Einfachheit nebeneinander stellt. Er untersucht, wie die grundlegendsten menschlichen Bedürfnisse in einer Gesellschaft, die mit veralteten Konstrukten funktioniert, verloren gehen können", sagt Regisseurin April Mullen über ihren Film. "Aber vor allem ist er eine simple Liebesgeschichte, in der sich zwei Menschen treffen und sich ihr Leben für immer verändert. Dieses Gefühl, wirklich lebendig zu sein, sich dem Augenblick hinzugeben, war es, was mich von Anfang an am Skript faszinierte. Diese Momente und die Funken wahrer Liebe einzufangen, begriff ich als meine wichtigste Aufgabe."


Um die Geschichte authentisch zu erzählen, wurde der Film mit einer komplett weiblichen Crew gedreht: "Eine weibliche Liebesgeschichte aus der Sicht von Frauen zu erzählen war die oberste Mission. Das Ergebnis ist etwas ganz Besonderes", so Mullen. "Die starke Chemie zwischen unseren beiden Hauptdarstellerinnen Erika Linder und Natalie Krill macht einen großen Teil dessen aus, was 'Below Her Mouth' von anderen Filmen unterscheidet. Ich persönlich habe noch nie so pure und gleichzeitig ernsthafte Momente der Leidenschaft auf der großen Leinwand gesehen.

Bent ( OmU)

Schwul und Jude, was für ein Packender Film.

Max genießt das dekadente schwule Nachtleben im Berlin der Dreißiger in vollen Zügen. Nach dem Röhm-Putsch wollen Max und sein Liebhaber Rudy nach Amsterdam fliehen, doch sie werden geschnappt und nach Dachau deportiert. Um zu überleben, beteiligt sich Max an der Ermordung Rudys. Nur die Freundschaft mit dem Mitgefangenen Horst hält ihn für eine Zeit lang am Leben.


Sehr ergreifender Film ueber die Homosexuelle Liebe und die Sinnlosigkeit des Krieges.

Ich moechte nicht zu viel erzaehlen, aber besonders ergreifend ist die Szene als die beiden Hautptprotagonisten miteinander "schlafen" ohne sich zu beruehren. Sie stehen einfach nur nebeneinander (in einer Pause die 3 Minuten dauert, man darf sich nicht bewegen) und stimulieren sich mit Worten.

Clive Owen kannte ich, wie gesagt, nur aus "King Arthur", aber für seine Rolle des Max hätte er mehr als den Oscar verdient. Denn er spielt derart berührend, ergreifend und überzeugend, dass man überall Gänsehaut bekommt. Die bedeutendste Szene im Film ist ohne Zweifel die "Sexszene" zwischen Max und Horst, bei der sie lediglich nebeneinander stehen, sich nicht berühren dürfen, aber in diesem einen kurzen Moment trotzdem durch Worte über ihre Wärter siegen.

Ein außergewöhnlicher, besonderer Film, der einen sehr berührt und innerlich aufwühlt, absolut sehenswert. Der Film zeigt die Judenverfolgung von einer anderen Seite.

Packend, fesselnd-ein Film voll grausamer Szenen, die unter die Haut gehen, aber auch von einer unheimlichen Zärtlichkeit.


Wir waren ein Mann (OmU)

Unglaublich wie eindringlich, genau beobachtend hier ein Regisseur mit seinen beiden Darstellern eine Geschichte in einen Film gießt, die so seit Romeo & Julia mit Shakespeare (wenn es schon Film gegeben hätte) als Regisseur nicht mehr gesehen war.


Ein anspruchsvoller aber auch sehr rührender, der, wie immer wenn es um Krieg und um Vorurteile geht, sehr eindrucksvoll zeigt was Krieg für ein Irrsinn ist und dass die als Irre bezeichneten Menschen oftmals diejenigen sind, die für Irrsinn nicht empfänglich sind.

Ein großartiger Film mit wunderbaren Schauspielern! Ein Film der fesselt, den man einfach zu Ende schauen muss!

Ein völlig durchgedrehter verrückter Franzose findet im zweiten Weltkrieg einen deutschen Soldaten im Wald und nimmt ihn aus Einsamkeit auf. Eine verrückte süße Freundschaft entsteht, dessen Ende hier geheim bleiben sollte!


Wo willst Du hin Habibi?


Der Film hat eine ganze Menge Charme - nicht zuletzt durch den Hauptdarsteller Cem Alkan, in den man sich auf der Stelle verlieben könnte. Der Film will gar keine tiefgreifende Gesellschaftsstudie sein, strahlt jedoch eine gehörige Portion Menschlichkeit aus und ist gerade deshalb auch glaubwürdig.

Der Film hat etwas erfrischendes und zeigt das man auch als Moslem Schwul leben kann.

Eine unterhaltsame Geschichte, authentisch erzählt und gespielt. Gerade die Spannung zwischen verliebtem Schwulen und berührtem Hetero, dessen sexuelle Orientierung ebenso fest steht, wie die des anderen ist sehr gut dargestellt. Auch das Erzähltempo passt, keine unnötigen Längen verwässern die Handlung.

Der Film ist interessant und amüsant, die Darsteller überzeugend und greift ein interessantes Thema auf: Schwuler Türke verliebt sich in kriminellen Hetero Proll. Das Ganze ist amüsant und unterhaltsam gedreht. Für einen unterhaltsamen DVD Abend zu empfehlen.

Du willst wissen wie es ausgeht zwischen einem schwulen Moslem und einem Hetero – Proll? Dann schau Dir diesen Film an.




Something Must Break (OmU)

Tief Bewegend ! „Wir gehören zusammen“ oder „ Wenn du nicht schwul bist, was bist du dann?


Es geht um eine Frau, die den Körper eines Mannes hat. Es geht um den Leidensweg eines solchen Menschen in einer "normalen" Gesellschaft, die damit nicht umzugehen weiß. Für die einen ist sie schwul (da im Männerkörper). Sie verliebt sich in einen Mann. Der könnte sie nur akzeptieren, wenn sie sich "eine Scheide machen" ließe. Die Verbindung zerbricht am Schluss ("something must break")

Aber die Frau bleibt am Schluss und während des ganzen Films sie selbst - eine starke Botschaft und ein starkes Vorbild, selbst zu bleiben, wie man ist. Es ist unglaublich, zu erleben, wie weiblich eine Person mit männlichem Körper sein kann, und es bringt einem dazu, alle Aspekte zwischen männlich und weiblich neu zu überdenken.

Es ist ein beeindruckender Film. Der Film ist sehr authentisch, die Schauspielerin ist selbst in dieser Lebenslage und hat für diesen Film eine Preis als Schauspieler i n bekommen.


Wer sich mit solchen Themen auseinandersetzen kann: unbedingt ansehen! Und weiterempfehlen an alle, die sich in einer ähnlichen Situation befinden - wahrscheinlich sind es mehr als gedacht.


Closet Monster

Unglaublich gut !

Oscar wird schon früh mit den dunkleren Seiten der Exi­s‍tenz konfrontiert. Er wird als kleiner Junge Zeuge eines homophoben Gewaltaktes, den er für sich behält. Auch sein familiärer Rückhalt bricht schon bald weg: seine Mutter verläßt ihn und den cholerischen Vater. Als fast Erwachsener träumt er von einer Zukunft in New York. Mit seiner be­s‍ten Freundin Gemma verbringt er viel Zeit, bis er bei seinem Übergangsjob einen jungen Mann kennenlernt, mit dem er gerne eine andere Welt kennenlernen möchte.


Klasse Umsetzung, toller Soundtrack, packende Handlung. An diversen Stellen vermischt die Wirklichkeit der authentischen und außergewöhnlichen Story mit der Traum- bzw. Gedankenwelt.


Hab den Film jetzt schon mehrmals gesehen, weil er wirklich etwas besonderes ist. Tolle Story übers erwachsenwerden, Konflikte und Selbstfindung. Etwas verrückt, zwischendurch fragt man sich was Wirklichkeit ist und was nicht, der Hauptdar­s‍teller ist 1A und wer kein Problem mit etwas gleichgeschlechtlichem Körperkontakt hat (warum auch?) sollte sich den Film wirklich anschauen!



Romeos:…….anders als du denkst!

Endlich ein gut gemachter, toll besetzter Film, der die Trans*-Thematik aufgreift. Gut gewählt finde ich auch, dass der Trans*Mensch nicht trans* ist, um hinterher hetero zu sein, sondern der Film aufzeigt, dass Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung eben zwei voneinander unabhängige Dinge sind.


"Romeos" ist ein gelungener, ausgewogener Mix aus Drama, guter Laune und Romantik, wobei es gelang nicht zu oberflächlich und nicht zu tiefschürfend zu sein, zwar mehr als flüchtige Einblicke in immer noch nicht alltägliche Themenwelten zu gewähren, diese aber nicht dokumentarisch penibel auszuloten- was dem Film stimmungsmäßig gut zu Gesicht steht.



Die Schauspieler sind allesamt große Klasse und spielen erfreulich unge­s‍telzt und unverkrampft auf. Insgesamt wurde der Stoff gut verdaulich aufbereitet und visuell ansprechend verpackt. Man kann zu jeder Zeit nachvollziehen was in welcher Figur vorgeht.



Dass der Film am Ende mehr romantische "Komödie" als Sozialdrama ist, ist verzeihlich, denn der Anspruch wenig Bekanntes angemessen anzureißen wurde allemal erfüllt. Und wer sich nach dem Film zu wenig informiert fühlt und sich aufgrund dessen tiefer und ganz sachlich mit Transsexualität und anderen Themen auseinandersetzen möchte, dem stehen in der heutigen Zeit viele Wege offen.



Am Ende bleibt "Romeos" dann aber immer noch zugute zu halten, das er der Stein des Anstoßes war, sich mit den Dingen zu beschäftigen- nicht mehr, aber auch nicht weniger!

Fazit: unbedingt anschauen, dieser Film spricht jeden in irgendeiner Weise an und bietet alles an Unterhaltung was ein guter Film braucht: Lachen, ein paar gute Portionen an Schrecksekunden, Zeit für (heimliche) Tränen... was will man mehr?!



Lost in Paradise

Saigon: Diese Stadt bringt niemandem Glück. Khoi kommt vom Land nach Saigon, um sein Glück zu finden. Doch kaum angekommen wird er schon ausgeraubt. Bald scheint er in Lam die Liebe seines Lebens gefunden zu haben. Scheint ... Denn Lam ist nicht bereit, seinen Job als Prostituierter aufzugeben


Dieser Film hat mich begeistert und mitgerissen. Die Schauspieler zeigen eine überragende Leistung. Die Geschichte zeigt in überzeugender und sehr realistische Art und Weise wie das Leben von "Nutten" und "Strichern" ist, gibt deren Gefühle wieder und wie diese sich, von den doch selbst gewählten Weg, kaum mehr lösen können. Gefangen sind in dieser Welt. Diese Geschichte könnte in jeder Großen Stadt auf dieser Welt spielen. Das Ende ist an Tragik kaum zu überbieten und nichts für sensible Gemüter. Mein Urteil: Sehr empfehlenswert!!

Taschentücher bereitstellen, wer da keine feuchten Augen bekommt, hat kein Herz. Wer auf ein Happy End hofft, wird enttäuscht, aber das würde auch nicht zu der Story passen. Sehenswert hoch zehn!! Und Luong Manh Hai ist genial...


Geschichten von Begierde und Sex

Francois Ozon – The Short – Films Collection

Der französische Filmemacher Francois Ozon (8 Frauen, Unter dem Sand, Swimming Pool) gilt als einer der bedeutendsten Regisseure unserer Zeit. "Begierde ist der Motor meiner Arbeit" sagte er einmal, und in der Tat sind Begierde und Sex, hetero- wie homosexuell, die Triebfedern seiner Arbeiten. Schon früh zeigte sich seine Könnerschaft im oft wenig beachteten Kurzfilm. Die hier vorgestellten Kurzfilme bestechen durch Stil und Leidenschaft, und sind von ungebrochener Frische.


In REGARDE LA MER lässt die allein erziehende Sasha die umherreisende Tatiana ihr Zelt neben dem Haus aufschlagen. Zwischen den beiden entsteht ein spannendes, psychologisches Minenfeld.
In ACTION VÉRITÉ spielen vier Teenager "Wahrheit oder Pflicht" mit erstaunlich sexuellen Untertönen.Der junge schwule Fotograf Paul eilt in LA PETITE MORT ans Sterbebett seines Vaters und muss feststellen, dass er nie seiner Herkunft wird entrinnen können.


Luc und Sebastian sind ein Paar in UNE ROBE D'ÉTÉ. Luc trifft am Strand Lucia und erweitert mit ihr seine Erfahrungen. SCÈNE DE LIT sind sieben kleine Bettgeschichten voller sexueller Etikette, hemmungsloser Leidenschaft und postkoitalem Verhalten.



X2000 zeigt, wie man sich fühlt, wenn man am Neujahrsmorgen in einem leeren Apartment voll mit Partymüll und Leuten aufwacht, die man nicht kennt.Und in UN LEVER DE RIDEAU macht Bruno seinem Freund Pierre klar, daß er sich von seiner Freundin Rosette trennen wird, wenn sie wieder mehr als 45 Minuten zu spät kommt.




End of Love

Kaum dass Ming und Yan aus Hongkong einander kennen­lernen, da teilen die beiden jungen Chinesen auch schon das gemeinsame Lotterbett, was Mings in derselben Wohnung hausende Mama, die jener wohl von seiner Neigung zu informieren vergaß, dazu veranlasst, ohne langes Zögern aus dem nächsten Fenster zu springen.


Über den Tod der geliebten Mutter aus der Bahn geworfen, sucht Ming die Gesellschaft von männlichen Prostituierten und Drogenkonsumenten. Worauf Yan nicht zögert, seinen frischgebackenen Lover anzuzeigen.

Hoffnungslose Liebe, Coming Out, gleichzeitige Drogensucht und allgemeine Orientierungslosigkeit sind wohl Stichwörter, die diesen Film am besten beschreiben. Trotz Originalton mit Untertiteln recht kurzweilig.

Unerwartet aber sehr schöner und mitreißender film! Eine interessante Geschichte aus einem anderen Kulturkreis.


Das Flüstern des Mondes

Eine romantische Geschichte aus dem schönen Österreich findet man bei diesem Film. Dazu gibt es noch einen Schuss Drama und Erotik und Fertig ist die Story.


Eine nette Story, die gut gespielt wurde mit sympathischen Darstellern.

Ein Film jenseits der Konvention, der ein Quäntchen Aufgeschlossenheit erfordert. Also erwarten sie keine 08/15 Hollywoodgeschichte, sondern lassen sie ihrer Phantasie freien Lauf.

Ein junger Film, wirklich etwas Avantgarde, frei und Spaß machend. Ein verzauberndes Krimi-Märchen und zwei liebende Jungs unterm Mondschein. Herrlich!


Privat Romeo

diesen Film sollte man gesehen haben!

Sicher, man denkt erstmal 'schon wieder ein Romeo und Julia Film, das kann ja nichts werden' aber ich kann euch versichern, der hier ist wunderschön!


Die Story wird in eine Militär Akademie platziert mit jungen Kadetten, die im Unterricht das Stück durchnehmen. Und ohne das groß zu kommentieren, gleiten sie immer mehr in ihre Rollen hinüber und „leben „das Stück. Viel Original-text, was aber überhaupt nicht seltsam erscheint. Ganz im Gegenteil. Es wirkt alles sehr natürlich, obwohl es sich zwischen zwei Männern abspielt!


Dem größten Pluspunkte bekommt dieser Film allerdings dafür, dass die tragische Geschichte nicht mit den Klischees von Schwulen spielt und endlich mal gut ausgeht.


Eine wundervolle Umsetzung der schönsten Liebesgeschichte der Welt, wo ganz nebenbei aus Homosexualität keine große Sache gemacht wird!

Absolut sehenswert!



Being Charlie - Zurück ins Leben [dt./OV]


Der 18-jährige Charlie kämpft seit Jahren erfolglos gegen seine Drogensucht. Auf dem steinigen Weg zurück ins Leben muss er sich gleichzeitig den Tücken des Entzugs und dem Konflikt mit seinem politisch ambitionierten Vater stellen.

Regie-Urge­s‍tein Rob Reiner(Harry & Sally) hat hier einen wunderbaren kleinen, feinen Film an den Start gebracht. Sein -Being Charlie- zeigt auf eindrucksvolle Weise, was es wirklich heißt, abhängig zu sein. Nick Robinsons Schauspiel lässt mehr als erahnen, wie schwer es ist, noch einmal irgendwie die Kurve zu kriegen. Das bewegt und gibt Einblicke in eine Szene, die viele nur vom Hörensagen kennen.

Zum starken Drehbuch der Geschichte gesellt sich gut gewählte Musik. Das Schauspielerensemble passt ebenfalls bestens. -Being Charlie- mag hier relativ unbekannt sein, ein guter Film ist es trotzdem. Rob Reiner hat diesen Stoff richtig gut auf die Filmrolle transportiert.

Wenn sie auf Kino mit Anspruch stehen, kann ich ihnen -Being Charlie- in jedem Fall empfehlen.


Drown (OmU)

Blauer Himmel, rote Shorts, Muskeln und der wilde Ozean. Der Bondi Beach bei Sydney ist das Territorium von Lenny, fünfmaliger „Rettungsschwimmer des Jahres“, wie sein Vater vor ihm. Seine Teamkollegen himmeln ihn an, vor allem der treue „Meat“, dem die Badehose besonders eng sitzt.


Dann taucht plötzlich Phil auf, rettet an seinem ersten Tag bereits ein Kind vor dem Ertrinken, gewinnt den Lifesaver- Wettkampf und die Herzen der Männer. Als Lenny dann noch merkt, dass sein neuer Konkurrent einen Freund hat, gerät seine Alphamännchen- Welt ins Wanken. Eine wilde Nacht voller Alkohol, verschwitzter Männerkörper und heißer Blicke endet für Lenny, Meat und Phil am Strand, wo Lenny endlich merkt, was mit ihm los ist.

Dieser Film zeigt was passieren kann, wenn Männer nicht mit Ihrer Sexualität klarkommen und dann ausflippen!! Ich fand den Film sehr gut und kann Ihn nur empfehlen!!

Schon von ersten Minuten an, macht der Film neugierig, denn man ziemlich schnell bemerkt, dass es sich um keine leichte Kost handelt.

Viele Zeitsprünge und zweideutige Reaktionen, machen dem Zuschauer nicht leicht, sich zu Recht zu finden. Man soll diesen Film wirklich höchst konzentriert anschauen und auf kleine Details achten. Dramatisch, zum nachdenken, und mit einem Grad an Psychologie, interessant.



Junge Ringer - Genç pehlivanlar (OmU)

Ein viel beachteter Dokumentarfilm über eine Ringerschule im türkischen Amasya von Filmemacher Mete Gümürhan.

Sechs Jungs aus armen Familien der Bergregionen Anatoliens wollen im Trainings-Center in türkischen Amasya erfolgreiche Ringer werden. Aus ihren Familien gerissen, sind viele zum er­s‍ten Mal von Zuhause weg, müssen sich hier ein neues Leben aufbauen und neue Freunde finden.

Sie müssen sich in der neuen Umgebung einleben - ihr Hauptziel ist jetzt Training und Unterricht. Ihre Trainer und Lehrer kommen alle aus derselben Ringerschule, sie bestimmen jetzt ihr Leben. Sie motivieren und trösten, üben Kritik, aber strenge Disziplin und strikter Gehorsam stehen über allem, und wer in der Schule und im Training nicht erfolgreich ist, muss zurück in sein Dorf - aus der Traum.

Der kleine Muhammed führt uns durch den Film, durch ihn lernen wir seine Mitschüler und Mitbewerber kennen. Der Film zeigt offen die Rivalitäten untereinander, aber auch den Spaß, den Humor, die Frustrationen, die Schmerzen, das Heimweh und die Härte der Ausbildung.

Doch die Jungs wollen es wissen, und ihren Eltern, Trainern und Lehren zeigen, dass sie es schaffen. Sie kämpfen tapfer gegen ihre inneren und äußeren Dämonen, und wir sind Zeuge ihres täglichen Lebens zwischen Freundschaft und Konkurrenzkampf.

Bonusmaterial: Originaltrailer; Bildergalerie; Programmtrailer;


KISS ME, KILL ME (OmU)

Auf der Geburtstagsparty von TV-Produzent Stephen (Gale Harold aus "Queer as Folk") taucht sein Ex-Lover (Matthew Ludwinski aus "La-La Land") auf und schnappt Stephens aufstrebendem Partner Du­s‍ty (Van Hansis) eine langersehnte Moderatoren­s‍telle weg. Aus Eifersucht droht Du­s‍ty, Stephen umzubringen – ohne zu ahnen, daß Stephen kurz darauf wirklich ermordet wird und Du­s‍ty als Hauptverdächtiger gilt.


Mit überraschenden Wendungen hält Casper Andreas (''La-La Land'', ''Violet'') die Spannung seines sexy Krimi-Thrillers ''Kiß Me, Kill Me'' bis zur allerletzten Minute aufrecht. Weitere Größen wie Jai Rodriguez, Craig Robert Young und Jonathan Lisecki aus ''Gayby'' sorgen für glaubwürdigen Hollywood-Flair.

EXTRAS: Audiokommentar (OF), Hinter den Kulissen (OF), Musikvideo Clip, Interviews (OF), Original Trailer, Deutscher Trailer, Filmvorschau, Wendecover (ohne FSK-Logo)


Auszeichnungen / Fe­s‍tivalteilnahmen (Auswahl)

- ''Publikumspreis'' & ''Be­s‍tes Ensemble'' - QCinema Fort Worth's Gay & Lesbian International Filmfe­s‍tival
- ''Be­s‍ter Spielfilm'' - QFest New Jersey LGBT Film & Digital Media Fe­s‍tival
- ''Be­s‍ter Spielfilm'', ''Be­s‍tes Ensemble'', ''Be­s‍ter Schauspieler - Van Hansis'' - FilmOut San Diego
- ''Be­s‍tes Drehbuch'', ''Be­s‍te Kamera'', ''Be­s‍ter Soundtrack'' - FilmOut San Diego
- Weltpremiere - Reeling: The Chicago LGBTQ+ International Filmfe­s‍tival
- Out on Film: Atlanta LGBT Filmfe­s‍tival
- MiFo: Miami-Fort Lauderdale International Filmfe­s‍tival
- Twist: The Seattle Lesbian and Gay Filmfe­s‍tival
- Cinema Diverse! The Palm Springs LGBTQ Filmfe­s‍tival
- IMAGE+NATION: Montreal Gay Bi Trans Filmfe­s‍tival
- TLV Fest - Tel Aviv, Israel
- The Barcelona International LGBT Filmfe­s‍tival
- Hong Kong Lesbian and Gay Filmfe­s‍tival

Rezension

Diese überdrehte Story hält einen bei Laune. --Siegessäule
Bei Reminiszenzen an Alfred Hitchcocks Filme kommt man mit den attraktiven Darstellern und der ungewöhnlichen Knobelei auf seine Kosten. --Fresh
Ein gut gemachter schwuler Krimi und My­s‍tery-Thriller, sexy besetzt und gespielt. slamr.de
Ein quicklebendiger, schwuler My­s‍tery-Thriller. gaycelluloid.com
Ein überraschend unterhaltsamer Thriller. --dvdbeaver.com



Empfehlung 08.06.2017


Geron (Mit Untertiteln)

Noch immer ein Tabu-Thema - die sexuelle Anziehungskraft zwischen Jung und Alt - hier als Kernthema.

Der Film ist hervorragend gemacht und es wird ein Thema behandelt welches in unserer Gesellschaft immer noch ein Tabu ist.   

Die Schauspieler geben eine spitzen Leistung ab und ich war während des gesamten Films voll und ganz fasziniert vom Hauptdarsteller.


Die Geschichte kann durchaus vom wahren Leben geschrieben worden sein und man denkt über das Älter werden und Alt sein neu nach.  

Der Film berührt sehr und zeigt das sich auch Alt und Jung gut verstehen und sogar verlieben können.


Sehr sehenswert.


Four Moons

Phantasien verschmelzen!

Der Mond zeigt sich im Laufe der Nächte ganz unterschiedlich am Himmel. Ebenso versucht dieser Episodenfilm aus Mexiko die schwule Liebe bzw. das entsprechende Begehren aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten.


...vier Geschichten, die da locker ineinander gewoben erzählt werden. Es geht um schwule Beziehungsfähigkeit während verschiedener Lebensalter. Ein kleiner Junge entdeckt, dass er auf Jungs steht, ein junger Mann erlebt seine erste große Liebe, ein eingefahrenes, offen schwul lebendes Paar mittleren Alters gerät in eine Krise und ein alter Mann versucht, seiner Familie treu zu bleiben, indem er sein Begehren heimlich mit Strichjungen stillt.

Sympathische Darsteller beleuchten in dem kurzweiligen, stellenweise sogar bewegenden Film, wie offen (oder auch nicht) Homosexualität heute gelebt werden kann und welche Stolpersteine auf dem Weg zum großen Glück zu bewältigen sind. Ein guter Film, der aus der unüberschaubaren Menge mittelmäßiger bis schlechter Filme mit schwuler Thematik heraussticht.

Ausgezeichnete Schauspieler - ein, schöner authentischer Episodenfilm!

Ein Film für alle , die schwul nicht für tuntig halten sondern als wahres Gefühl empfinden.



Antonios Geheimnis

Ein Low-Budget-Film mit hervorragenden Schauspielern! Wenn man bedenkt, dass die Darsteller keine Schauspielschule durchlaufen haben, sondern direkt von der Straße weg gecastet wurden, ist ihre Leistung umso erstaunlicher.


Szenen werden lange ausgespielt und obwohl lange nichts "Dramatisches" passiert, spürt man schon früh, dass die Geschichte kein gutes Ende nehmen wird. Denn alles ist atmosphärisch sehr dicht.

Auch Sexualität, die direkt gezeigt wird, kommt weder pornografisch noch schmuddelig oder voyeuristisch daher, sondern entwickelt sich scheinbar selbstverständlich.

Bedenkt man, dass die Philippinen ein erzkatholisches Land ist, wirken die Szenen obendrein mutig und freizügig.


Den Film muss man aktiv anschauen; das heißt: man kann nicht nebenbei etwas Anderes tun. Denn das meiste wird über die Bildebene erzählt, nicht über die Dialoge. Die Handkamera und die "unprofessionelle" Ausleuchtung verleihen dem Film ein hohes Maß an Authentizität.

Empfehlenswert zu Kaufen oder zu leihen.




Heimliche Küsse

Der Film ist meiner Meinung nach mehr als Erstklassig. Die Darsteller sind alle mehr als überzeugend und ich musste mir bei dem Film mehr als einmal eine Träne wegwischen.

"Wunderschön" trifft es da nicht ganz, Der Film ist traumhaft, süß, spannend und sehr realitätsnah!

Für mich ist der Film eine absolute Empfehlung wert und einer der Besten LGBT-Filme die in der letzten Zeit herausgebracht wurden.

Der Film bietet reichlich Abwechslung, ist dabei aber frei von Klischees.

Der Film erzählt die Geschichte zweier Jungs, die vor ihrem Coming Out stehen und das auf eine Art und Weise, als wäre es wirklich passiert, als könnte es einem selbst so ergehen. Und warum?

Weil der Film menschlich bleibt, nichts überdramatisiert und sich nicht mit unnötigen Zeugs abgibt. Außerdem war es mal sehr erfrischend, keine große und zumeist langweilige Einleitung eines Films zu sehen und direkt ins Geschehen einzutauchen.

Sehenswert, und zum Leihen oder kaufen sehr zu empfehlen.




Empfehlungen 07.06.2017


Der heimliche Freund

Der Film spielt in einer spanischen Gemeinde und zeigt das Schicksal des einheimischen 14-jährigen Rafa und des 15-jährigen Flüchtlings Ibra, der in einer Jugendunterkunft für Flüchtlinge lebt. Im Kern geht es im Film natürlich um die zarte Annäherung zwischen den beiden - in einer in jeder Hinsicht nicht wirklich idealen Umgebung für eine solche Beziehung.

Erschreckend realistischer Film der mit schönen und hässlichen Bildern auf einen zukommt.

Da der Film nicht linear erzählt ist, fordert er einiges an Aufmerksamkeit. Darüber hinaus ist er auch emotional sehr berührend. Mir gefällt er sehr, auch oder gerade weil er den Zuschauer zum Mitdenken, Mitfühlen und nach dem Film zum Weiterdenken auffordert. Er ist sehr authentisch gespielt.


Sehr emotional ist das Ende denn unsere beiden Helden bekommen kein Happy End ihrer Liebe


„ Fair Haven „

Zurück aus dem Camp der Homo – „ HEILER „



Der Film ist richtig gut gemacht, widmet er sich doch einer Thematik, die zwar in Europa weniger beachtet wird, aber allzu gegenwärtig ist, der angeblichen Möglichkeit Homosexuelle von ihrer sexuellen Orientierung zu "heilen". Im Umkehrschluss müsste dies allerdings auch bedeuten, das Heterosexualität "heilbar" wäre.


Er zeigt in beeindruckender Weise, wie der Protagonist des Filmes mit allen Mitteln versucht, seine Gefühle zu unterdrücken, was ihm misslingt. Somit kehrt er wieder zu seinem geliebten zurück.

Es gibt noch andere Filme, die sich mit dem Thema des religiösen Fundamentalismus und den daraus resultierenden Folgen für Menschen, die nicht "der Norm" entsprechen, beschäftigen, jedoch zählt dieser neben Prayers for Bobby zu meinen Favoriten.

Kann ihn nur empfehlen für jeden, der an seiner Orientierung zweifelt und auch für Eltern, die aufgrund ihrer Religion Schwierigkeiten mit der Orientierung ihres Sohnes/Ihrer Tochter haben.


Dieses cineastische Kleinod ist so wunderbar einfühlsam, ehrlich und leise erzählt, dass es einfach nur gut tut, die Handlung mit zu leben! Von der ersten Sequenz an bin ich mittendrin - glücklicherweise nicht durch oberflächlichen Herzschmerzkitsch, sondern durch einzigartig natürliche Darsteller und eine Dramaturgie, die längst verloren geglaubt schien! Bei diesem Film stimmt einfach alles: Buch, Regie, Darsteller und... Musik!!!



Empfehlungen 05.06.2017


La bella saison – Eine Sommerliebe

Das Landei Delphine und die Intellektuelle Carole treffen sich im Paris Anfang der 1970er Jahre und sind gemeinsam in der aufkommenden Frauenbewegung aktiv. Die lesbischen Delphine verliebt sich sofort, Carole ist anfangs irritiert. Dann beginnen die beiden eine leidenschaftliche Affäre. Als Delphines Vater schwer erkrankt, fährt sie zurück, um ihrer Mutter auf dem elterlichen Hof zu helfen. Carole verlässt ihren Freund und fährt ihr hinterher.

Anfangs völlig losgelöst, erkennen beide immer mehr, welchen Zwängen ihre Liebe in dieser konservativen Umgebung ausgesetzt ist. Als Delphines Mutter, die sich einen Schwiegersohn wünscht, der den Hof bewirtschaften kann, die wahre Art der Beziehung der beiden Freundinnen entdeckt, schmeißt sie Carole raus ...

Das Ende möchte ich natürlich nicht verraten.

Der Film ist wundervoll - die beiden Hauptdarstellerinnen sind brillant, unglaublich feinfühlig und spielen ihre Rollen/ ihre Liebe mit einer großen Empathie und Wärme. Sie leben diese Liebe. Und (Sommer-)wärme ... strahlt der Film gewissermaßen aus. Sehr sympathisch. Sehr schön! Liebe ist - und "passiert", ganz einfach!

La Belle Saison sollte man gesehen haben und auf sich wirken lassen. Der Film ist ein Kleinod voller Wärme, Herz, Natürlichkeit und Aufrichtigkeit.





Downriver

...es gibt eine Art von Filmen die transportieren ein bestimmtes Gefühl von Verzweiflung, Hoffnung, Traurigkeit, Abenteuer und Trostlosigkeit, dass sich schwer in einem Wort zusammenfassen lässt. Diese australische Produktion reiht sich da ein und ich für mich ein Lichtblick im öden Einheitsfilmdschungel, mit dem wir leider inzwischen überschwemmt werden.

Hier wird auf Charaktere und Story gesetzt, anstatt auf plumpe Effekthascherei. Ich würde gern mehr solche Filme sehen, aber die sind leider recht selten und wenn, dann stößt man nur durch Zufall drauf - wie in diesem Fall geschehen.

Ein junger Mann wird aus dem Gefängnis entlassen. Er kehrt zu dem Ferienpark zurück um die Leiche des kleinen Jungen zu suchen, den er dort ertränkt hat. Eigentlich simpel, aber ... es kommen Geheimnisse ans Licht. Düster und unerwartet. Das Anschauen lohnt sich sehr. Allein schon wegen Reef Ireland.




Caracas, eine Liebe

Mit Caracas, eine Liebe präsentiert uns Welt Kino eine kleine Filmperle, die im Jahre 2015 entstanden ist. Der Spielfilm von Lorenzo Vigas ist sein Spielfilmdebüt, mit dem er im Ent­s‍tehungsjahr die „Goldene Palme“ bei der Uraufführung bei den 73. Internationalen Filmfestspielen von Venedig gewann.

Armando ist 50 Jahre alt, lebt in Caracas und ist ein Einzelgänger. Immer wenn er seine Arbeit in einem Labor beendet hat, schleicht er durch die Armenviertel und sucht sich einen jungen Mann, den er anschließend mit nach Hause bringt. Er möchte von ihnen lediglich, dass sich diese ausziehen und ihn den Rücken zudrehen, damit er sich - genügend Abstand einhaltend – selber befriedigen kann.

So verläuft sein Leben in einen sich selbst auferlegten Trott, den niemand stören kann. Dann kommt allerdings die Zeit, wo sein Leben von zwei Menschen gehörig durcheinander­gebracht werden soll. Da wäre Elder, ein Straßenjunge, der sich in Armando verliebt und alles für ihn tun würde.

Die Zuschauer bekommen hier keine einfache Geschichte zu sehen. Dennoch hat sie uns fasziniert, zumal die Darsteller verdammt authentisch reagiert haben. Das Leben des Armando ist unauffällig, aber dennoch volle Facetten, was man am Anfang nicht gleich erkennen kann. Die Spannung und die Komplexität kommen hier nicht zu kurz, nach dem Ansehen wird der Film lange nicht aus den Köpfen der Zuschauer verschwunden sein. Wer sich auf die kleine Filmperle einlassen kann, wird hier gut unterhalten werden.




Empfehlungen 04.07.2017

Chemsex

Englisches Original !

Die Doku zeigt das Schwule Leben in London. Natürlich darf man nichts verallgemeinern, aber der schwule Sex, Dating etc. und auch Drogen beim Sex, das wird hier sehr gut dargestellt. Das Gefühl, immer mehr zu wollen, gleichzeitig sich aber immer verlorener und einsamer zu fühlen, je mehr man hat ... sehr gute dargestellt.

Nicht´s für zarte Nerven, aber sehr sehenswert.



Empfehlungen 03.07.2017

Sturmland

Die Geschichte um Szabi ist eine schön um schmückte Geschichte um Liebe, Freundschaft und Outcome.  

Das Leben kann schwere Zeiten bereithalten. Doch kann jeder an sich arbeiten. Die Dar­s‍tellung von Liebe und Diskriminierung ist kompakter, als ich vermutet hätte.

Der Film ist wirklich empfehlenswert, da er auch die situativen Unterschiede in den verschiedenen EU-Staaten zeigt.

Es ist Witz, Scharm, Liebe und Intrige vorhanden und ein überraschendes Ende lässt Interpretationsfreiraum.



Out in The dark

Out in the dark zeigt relativ realitätsnahe, wie eine Liebe zwischen zwei Männern zwischen die Fronten politischer Feindschaften kommt. Die Liebe zwischen einem Israeli und einem Palästinenser?

Die Liebe zwischen einem Israeli und einem Palästinenser, dieser Film schildert die Verzwicktheit dieses Konflikts, wie schwer das alltägliche Leben zwischen den Fronten einer politisch verfahrenen Situation ist.  


Dazu kommen Traditionen und Moralvorstellungen einer Gesellschaft die eine Liebe zwischen zwei Menschen bzw. Männern nicht akzeptiert. Erfrischend anders als die meisten Spielfilme. Ein wirklich gut gemachter, gut gespielter und berührender Film. Informativ noch hinzu.





Tiefe Wasser

Sehr überzeugend gespielte Geschichte eines Lei­s‍tungsschwimmers, der ein Doppelleben zwischen einer Beziehung mit einer Frau und einer Leidenschaft für einen Mann führt. Wer den deutschen Film "Freier Fall" mit Max Riemelt mochte, wird auch diesen Film mögen. Die Story an sich ist sicherlich nicht neu, wurde aber durch die faszinierende Bildsprache und Soundtrack ausgezeichnet umgesetzt.

Der Hauptdarsteller schafft es durch seine beeindruckende Darstellung hervorragend, den verhängnisvollen Bann zu erzeugen, dem sich weder seine Freundin noch sein neuer Liebhaber zu entziehen vermögen.

Ein Geheimtipp für alle, die sich für das polnische junge Kino interessieren.



Radio Heimat

Basierend auf dem Buch Radio Heimat – Damals war auch scheiße! von Frank Goosen, bekommen die Zuschauer nun von Concorde Home Entertainment die gleichnamige Filmkomödie auf DVD und Blu-ray geboten, die in den 1980er Jahren im Ruhrgebiet spielt.

Im Mittelpunkt stehen die vier Freunde Frank, Mücke, Spüli und Pommes, die gerade in den Alter sind, wo man gerne eine Freundin hätte. Allerdings ist das – und da können viele Zuschauer sicherlich zustimmen – nicht immer so einfach.

Zwar haben sie sich bei Freunden erkundigt und von dem Lehrer und den Eltern Ratschläge bekommen, aber zwischen den Ratschlägen und der Realität, liegen damals wie heute immer noch Welten. Nicht nur Frank, der ein Auge auf Cora geworfen hat, auch seine drei Freund müssen sich etwas einfallen lassen.

Insgesamt ist der Film eine unterhaltsame Klamauk Komödie und sicher nicht 100% Queer aber trotzdem einen DVD Abend wert.

Und das Buch findest du unter " Der Bücherwurm auf dieser Seite.



Klänge des Verschweigens

Das „schwarze Schaf“ unserer Familie war mein Onkel – ein fröhlicher Unterhaltungsmusiker, der über sechs Jahrzehnte lang in ganz Deutschland auftrat. Mein „Geheimnisonkel“.


Erst als ich vierzig war, erfuhr ich fast zufällig, dass er wegen seiner sexuellen Orientierung acht Jahre in KZs verbracht hatte (zuerst Dachau, dann Mauthausen). Aber wieso hatte er überlebt? Und warum wurde das alles so lange verheimlicht? Da musste mehr dahinter stecken....

Homosexuellenverfolgung im 3. Reich und der Nachkriegszeit.  

Deftige Lieder und durchbrochene Familientabus zwischen Kaiser und KaZett. Schweigende Familien heute. Der geheimnisumwobene schwule Musiker und Rosa-Winkel-Träger – überleben­s‍tauglicher Onkel des Filmemachers. Als unterhaltsame Detektivgeschichte mit dokumentarischen und animatorischen Mitteln erzählt.

Pressezitate:
"unnachgiebig und mutig" (Mannheimer Morgen)
"ganz unaufgeregt und doch spannend" (Berliner Zeitung)
"ungemein berührend" (Potsdamer Neueste Nachrichten)


Bruderschaft

Junger Exsoldat verliebt sich in Nazi, die Liebe gedeiht und wird Entdeckt. Verraten durch eignen Bruder, einen Möchtegern Nazi mit Drogenproblemen. Bis zum Ende..., nee das beschreibe ich jetzt nicht. Sehen und Mitfühlen, kann man gut bei diesem Film

Mutiger Regisseur, tolle Schauspieler, hartes Thema sensibel aufbereitet ohne zu beschönigen, authentisch, offenes Ende.
Hat mich erst interessiert, fasziniert und dann berührt.......




Theo & Hugo

Was an dem Film das Faszinierendste ist, ist dass er in Echtzeit gedreht wurde.
Die expliziten relativ langen Sexszenen am Anfang, sind allerdings nichts für zarte Gemüter, die sich unter dem Film eine Romanze vorgestellt haben

Mal eine Story welche direkt zur Sache kommt und wo man miterleben kann wie schnell man seine Gesundheit, oder fast sein Leben, aufs Spiel setzt. In einer dieser Darkrooms finden zwei Männer schnell zueinander und haben ungehemmt Sex.

Da diese Szenen recht ästhetisch gefilmt wurden, tun sie dem Film keinen Abbruch.
Ein durch und durch interessanter und packender Film!



The First Time – Bedingungslose Liebe


Nein, ein Coming-out Film ist es nicht, obwohl der Vater des 17-jährigen Billy bei einem Familienessen wohl gerade erfährt, dass sei Sohn homosexuell ist und seine Frau ihm wenige Augenblicke später eröffnet, dass sie die Scheidung will.


Der Film greift die Situation einer sehr sensiblen Phase auf, die nicht jeder Zuschauer begreifen kann. Hierzu bedarf es einer Feinfühligkeit oder das bereits Erfahren dieser Situation.


Die Angst, das Zweifeln, die Einsamkeit, diese Gefühle, die sich vor dem Coming-out bis ins unerträgliche steigern sind überwunden. Die Mitschülerinnen und Mitschüler nehmen das Schwul sein von Billy als selbstverständlich hin, was wohl nicht an allen Schulen, auch nicht in Berlin, wo der Film spielt, der Fall sein dürfte.



Shelter

Es ist ein Film den man unbedingt sehen muss. Von allen LGBT+ filmen die ich eh in meinem Leben gesehen habe, der ist der absolut beste.



Ein totaler Feel Good Movie!! Einfach nur schön und bewegend. Man fühlt direkt mit Zack, wie er sich so rührend um seinen Neffen Cody kümmert und sich seiner Gefühle nicht sicher ist. Und Zachs Schwester Jeanne hasst man eigentlich von Anfang an für ihr egoistisches Verhalten. Toller Film, toll umgesetzt.


Dieser Film darf in der schwulen DVD Sammlung nicht fehlen. Gute Handlung, Spannung und ... Ooh mehr darf ich dann doch nicht verraten... Zum kuscheln oder alleine gucken geeignet..


Wer diese wundervolle Geschichte nicht in seiner Sammlung hat, hat etwas verpasst.



Watercolors

Ein besonderer Film Emotional, Gefühlvoll und mit sehr traurigen Momenten.



Dieser Film ist ein fantastisches Werk, das es schafft, gleichzeitig kein und gleichzeitig doch ein Happy End zu liefern.


Die erste liebe vergießt man nie. heißt es ja und dieser Film zeigt es auch deutlich. Es ist ein Film der sehr unter die Haut geht und das Ende war mehr als überraschend, ich war regelrecht geschockt. Eine wunderbare Freundschaft zwischen 2 Männer die sich nach und nach langsam näher kommen einfach total schön *_*. Neben "Shelter" mein 2. bester Schwulenfilm denn ich empfehlen kann.


 

Thos People – Original Kinofassung

Klar - die Thematik ist seit Romeo und Julia oder Orpheus und Eurydike nicht neu - wie auch.



Der Oskar-nominierte Jonathan Gordon spielt grandios den naiven Charly, gnadenlos sein verwöhnter Freund Sebastian. Und älter und damit aber nicht zwangsläufig reifer, Tim.



Die Schauspieler sind authentisch und überzeugen in ihren Rollen. Sie lassen den Zuschauer mit fiebern, mitleiden und hoffen, dass doch noch alles ein gutes Ende nimmt.


Ein sehr liebevoller und gefühlvoller Film. Alle Höhen und Tiefen erleben unsere Helden. Kann man sich auch gerne öfters ansehen.



FAMILIE VERPFLICHTET


Ein jüdischer Deutscher und einer mit arabischen Wurzeln sind schon länger ein Paar. Der erste hat ein übergriffige Mutter, der andere tut sich endlos mit dem Coming Out vor seinem Vater schwer.


Ein wirklich wunderbarer Film, der einfach zeigt, dass sowohl die Homophobie, als auch die ewigen Streitereien und der Krieg nur lächerlich, sprich nicht nötig sind. Sehr witzig an vielen Stellen und die Situationen sind verzwickt und regen zum Nachdenken an.

Fazit: Gute seichte Unterhaltung.

Tschik

Toller Film. Nicht übertrieben, realistisch, lustig und viel Unerwartetes geschieht. Natürlich konnte nicht alles aus dem Buch verfilmt werden, hätte es aber dennoch sehr gerne gesehen, da der Film so gut gelungen ist. Beste Empfehlung auch für das Buch und Hörbuch.


Ein gutes Roadmovie mit verständlicher Botschaft, leicht wie ein Souflé. Habe geschmunzelt und mit den Helden mitgelitten…

Klick das Bild an, hier gibt es das Buch zum Film

Gelungene Verfilmung. Allerdings weicht der Film in einigen Punkten vom Buch ab. Das Lesen des Buches kann man sich durch den Film nicht ersparen. ;-)

Klick das Bild an, hier gibt es das Hörbuch zum Film



Heute gehe ich allein nach Haus

Das ist einer der schönsten schwulen Liebesgeschichten, die ich kenne.


Was für eine tolle Liebesgeschichte zwischen Leonardo und Gabriel. Und man sieht, auch Jugendliche mit Handicap haben ganz normale pubertäre Probleme: Eltern, Schule, erste Party, erster Kuss, erste Liebe...

Es ist so herrlich kurzweilig erzählt, untermalt mit schönen Bildern und handelt von einer derart liebevollen, vorsichtigen Annäherung der beiden Hauptcharaktere, die mich tief berührt hat.


Ganz großes Kino!

Moonlight

Ganz starker Film der von 8 Nominierungen 3 Oscars erhielt.


Dieser Film wird sehr kontrovers diskutiert und beschrieben. Ich zumindest halte ihn für ein Juwel

Wer bestimmt ein Leben? In der westlich geprägten Welt geht man idealtypisch von einer freien Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit aus, die von den uns nahestehenden Menschen begleitet und bestenfalls unterstützt wird.

Was genau bedeutet es, Stärke zu zeigen? Schwimmen wir mit dem Strom mit oder gehen wir den unbequemeren Weg? Vielleicht stellt sich für einen gleichgeschlechtlich veranlagten jungen Menschen, wenn er dies für sich erkennt, diese Frage auf eine ganz spezielle Art im Vergleich zu seinen Freunden, die per Definition zur Mehrheit gerechnet werden.



Empfehlung 27.05.2017

Latter Days

Der Gay DVD Klassiker der in keiner Sammlung fehlen sollte. Ich habe Ihn schon 6-mal gesehen und immer wieder mit geweint. Also für alle die nah am Wasser gebaut haben, Taschentücher bereit legen


Einer der aller Schönsten Romantik-Gay-Komödie aller aller Zeiten. Das Leben zwischen Kirche und Homosexualität.

Neben 'Trick', 'Sommersturm' und 'Brokeback Mountain' ist das hier wohl einer der besten schwulen Liebesgeschichten, die ich kenne. Eigentlich ist er mein Favorit noch vor den anderen genannten. Wer im Laufe dieses Films keine Tränen vergießt, muss emotional geschädigt sein. Und trotzdem gibt es ein waschechtes Happy End.


Empfehlung 26.05.2017

Aus der Haut

Wer Ihn im Fernsehen verpasst hat!!!

Ein sehr berührender und emotionaler Film. Prädikat sehr wertvoll darf man ruhig dazu sagen.
Eine durchaus coole Reaktion des Vaters: „Milan Schwul Endlich normal " !!!!
Sollte von mehr Vätern kommen eine solche Aussage


Ich persönlich fand den Schluss des Films sehr gut, allerdings besitzt dieser Film ein halb offenes Ende, sprich es werden nicht alle Geschehnisse aufgeklärt, sondern, jeder Zuschauer für sich bekommt in seinen Gedanken seinen eigenen Schluss.


Er ist allerdings die seit langem wahrste und berührend­s‍te Fernseherzählung eines Coming-outs. Ein peinigender Blick ins Innere der Scheinliberalität.


Akron  - Glaube an die Liebe

seit 26.05..2017 auf DVD



Bei einem Footballspiel lernen sich die Studenten Benny und Chri­s‍topher kennen. Selbst Bennys Latino-Eltern haben wenig dagegen, dass die jungen Männer miteinander ausgehen und in den Ferien zusammen verreisen.


Schnell wird es ernst zwischen ihnen. Doch noch wissen sie nicht, dass ein fast vergessener, tragischer Unfall ihre beiden Familien verbindet. Und Akron in Ohio ist nicht groß genug, um Geheimnisse für immer zu bewahren. So wird ihre gerade erst wachsende Beziehung auf eine harte Probe gestellt.


Love of Siam

Wundervoll langsam, ruhig, beschaulich, Schön gefilmt obendrein. Die Schauspieler wirken ungemein menschlich und natürlich. Also wer Lust auf einen wunderschönen Film, mit tollen Darstellern, toller Musik und jeder Menge Gefühle, hat, für den ist "Love of Siam" genau das Richtige, auch unter der Voraussetzung das man Untertitel mag, es sei denn natürlich man kann thailändisch...  

Ganz besonders schön im Film ist die Musik. "Gun Lae Gun" ist der Titelsong und auch der Liebessong, von dem man einfach nicht genug kriegen kann. Aber auch die anderen Songs "Roo Suek Barng Mhai", "Pieng Ter Only You" oder "Kuen Aun Pen Niran Endleß Night" haben viel Gefühl.

Einer der Besten Liebesfilme nach Beautiful Thing




No Regret - Im Schatten der Liebe

Keine Kompromisse, ein hartes Drama das unter die Haut geht.

Die Story ist mit ihren ganzen Hoch und Tiefs einfach nur Herzzerreißend schön. Der Film zieht einem in seinem Bann und reißt einem teilweise die Tränen aus den Augen und trotz, dass man Untertitel lesen muss kann man der Handlung sehr gut folgen. Ein Muss für jeden der auf Boys Love steht!

Dieser Film hat mich nicht nur zum Nachdenken angeregt, sondern wieder einmal mehr gezeigt, dass Asien und Europa sowie aber auch Amerika Welten voneinander trennen. Dieser Film ist ein absolutes Meisterwerk.



Empfehlung 24.05.2017

Was du nicht sagst

Zugegeben, Coming-out-Storys gibt es nun schon eine ganze Menge, aber das heißt ja nicht, dass nicht für eine mehr noch Platz in der DVD-Sammlung wäre. ODER?!?


Toller Film... Was zum Lachen... Was fürs Taschentuch... Was zum Nachdenken... Was fürs Herz...

Eine wunderschöne Geschichte mit einem sehr attraktiven Schauspieler, der die Situation durchlebt sein Coming Out vor seinen Eltern! Mit einem verblüffenden Ende


Empfehlung 23.05.2017

100 Tage, Genosse Soldat/Kameraden

Traumhaft schön

100 Tage, Genosse Soldat ist wirklich ein provozierender Film mit sehr subtilen Tönen.

Ein äußerst gefühlvoller Film ungeschminkt in Szene gesetzt, kraftvoll und doch teilweise hocherotisch, wenn ich an die tollen Duschszenen in dem Film denke. Eine Offenheit, die ich so nicht erwartet hätte.Ein großes Beispiel für andere schwule Produktionen!




Empfehlung 22.05.2017

Jongens

Ich kann diesen wundervollen Liebensfilm bzw. Coming-Out-Film nur weiterempfehlen. Ein eher ruhiger Film, der doch so laut und intensiv ist. Frei von Klischees und Kitsch und dafür mit zwei sehr talentierten Hauptdarstellern, die durch ihre Blicke allein so viel ausdrücken können. Es wirkt sehr echt.



LIEB MICH! Gay Shorts Volume 5 - LATIN SHORTS

5 romantische, erotische und provokante Kurzfilme aus Lateinamerika, die an- und erregen, erheitern und erröten lassen... Der fünfte Teil der beliebten LIEB MICH! - Reihe lohnt, gesehen zu werden, und diese Shorts beweisen: Auch kurz ist sexy!




Empfehlung 20.05.2017

Frisch verliebt  

7 schwule Kurzfilme neueren Datums, vier aus Europa, drei aus Übersee (Kanada, USA, Australien), zum Teil OmU. Meist geht es um das erste Verliebt sein von Pubertierenden, Jugendlichen, jungen Erwachsenen... welches nicht ohne Hürden oder Zurückweisungen abläuft. Das Coming out so wie es viele erlebt haben.


                           

The Blue Hour   

Kein gewöhnlicher Film, sondern einer, auf den man sich einlassen muß. Tut man das, wird man mit tollen Bildern, einer ganz besonderen Atmosphäre und guten Lei­s‍tungen der Hauptdar­s‍teller belohnt. Bedenkt man, daß der Film in nur sieben Tagen gedreht wurde, ist das Ergebnis wirklich sehr sehenswert.


                          

Teenage Kicks

Story sehr gut, mit guten Dar­s‍tellern, sehr authentisch und mit viel Gefühl gemacht.
Alles perfekt von Anfang an bis zum Ende.Von Anfang bis Ende spürt man das Unglück von Mik, der sich die Schuld am Tod seines Bruders gibt und dann von einer Katastrophe in die nächste schlittert.



Empfehlung 16.05.2016


Drei Außenseiter im Kampf gegen Mobbing

Das mehrfach ausgezeichnete Coming-of-Age-Drama "Ein Kuß" von ''Männer al dente''-Autor Ivan Cotroneo!

Einer der bewegend­s‍ten Filme über Jugend und er­s‍tes Verlangen, der schon jetzt als Klassiker gelten darf.

Lorenzo, Blu und Antonio besuchen zusammen ein Provinzgymnasium im Norden Italiens. Die drei 16-jährigen Freunde gelten als Außenseiter... Lorenzo ist schwul, macht auch keinen Hehl daraus, und entkommt dem homophoben Haß seiner Mitschüler, indem er sich in farbenfrohe Träume wirft, in denen er ein umjubeltes Idol ist. Blu hat es auch nicht leicht.



ESTEROS

Nach 10 Jahren in Brasilien besucht Matías seine argentinische Heimat. Besser als mit seiner Freundin ver­s‍teht er sich dort jedoch mit seinem Kindheitsfreund Jeronimo, der als Künstler offen schwul lebt. Gemeinsam fahren die beiden Männer für einige Tage in die Esteros del Iberá, wo sie sich schon damals näher kamen, aber nicht zu ihren Gefühlen stehen konnten.

''Esteros'' entwickelt sich gelassen und stimmig auf zwei Zeitebenen, ueht Klischees und einfache Lösungen und fühlt sich dadurch äußerst reif an. Man mag kaum glauben, daß dieses gelungene romantische Drama der er­s‍te Langfilm von Papu Curotto ist.